Bei EZB-Bankenaufsicht auf die Bremse treten

11. Juni 2013 | Von | Kategorie: Regulierung

Nach Meinung von EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny sollte die Politik einen schrittweisen Start der geplanten Bankenaufsicht bei der Europäischen Zentralbank umsetzen.
Bei der Einführung der neuen Aufsicht übernehme die Europäische Zentralbank (EZB) eine große Verantwortung. Daher sei Qualität wichtiger als Schnelligkeit, sagte Nowotny. „Es könnte Sinn machen, dem Rat einiger unserer deutschen Kollegen zu folgen und mit einer kleineren Zahl von großen europäischen Banken zu starten, um einen stufenweisen Start zu ermöglichen“, sagte Nowotny. In einem Grundsatzbeitrag kritisiert derweil die „Süddeutsche Zeitung“ die immer größer werdende Machtfülle der EZB und macht hieraus sich ergebende Risiken aus: „Die mächtige europäische Bank genießt, wovon andere EU-Institutionen träumen: Vertrauen. Das könnte in Gefahr geraten“, heißt es einleitend. Und weiter: „Die 17 Mitgliedsstaaten haben nationale Kompetenzen nach Frankfurt in den Turm verlagert, der EZB-Zentrale. Die Bank betreibt die Geldpolitik in der Währungsunion. Keiner kann ihr reinreden.“ Von der Geldpolitik bis zur Aufsicht seien mittlerweile fast alle nationalen Kernfunktionen bei der EZB konzentriert.

 


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