Steueroasen weiter im Regulierungsfokus

18. Juni 2013 | Von | Kategorie: Sonstiges

Die regulatorischen Daumenschrauben auf die weltweiten Steueroasen werden immer stärker: Wie das „Handelsblatt“ berichtet, verlangen Schweizer Banken in Singapur Steuernachweise von deutschen Kunden. Bis Ende Juni sollen Kontoinhaber nun Belege liefern. Der Grund: Für einen sauberen Finanzplatz hat sich Singapur im Zuge der Antigeldwäsche-Standards neue Regeln in Sachen Schwarzgeld gegeben. Zudem macht sich ab 1. Juli eine Bank strafbar, wenn sie Kunden beim Hinterziehen von Steuern hilft. Unterdessen berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ von einer wachsenden Scheu vieler Anleger aus Europa, ein Konto in der Schweiz einzurichten. Grund hierfür seien Befürchtungen, in der Heimat nicht in den Ruf von Steuerhinterziehern zu geraten. Die Schwarzgeld-Vergangenheit des Standorts Schweiz belaste damit auch die im Land tätigen knapp 130 Auslandsbanken – obwohl diese nur noch Gelder versteuerte annähmen, berichtet das Blatt.

Unterdessen haben parlamentarische Anfragen in Nordrhein-Westfalen neue Raritäten des Offshore-Geschäfts der ehemaligen Landesbank WestLB offenbart, berichtet die „Rheinische Post“. Demnach hatten vier der Bankentöchter „mit Sitz in einschlägigen Steuerparadiesen“ keinen einzigen Mitarbeiter, aber dennoch teilweise Millionengewinne erwirtschaftet. (Rheinische Post, 18.6.2013/Seite B1; Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.6.2013/Seite 15; Handelsblatt, 18.6.2013/Seite 30)

 


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