Solvency-II-Bericht ruft bei Assekuranz Enttäuschung hervor

18. Juni 2013 | Von | Kategorie: Regulierung

Die „Börsen-Zeitung“ berichtet von negativen Reaktionen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) auf den Bericht der europäischen Versicherungsaufsicht EIOPA zur Bewertung der langfristigen Garantien (LTGA). Vor allem die Frist für den Übergang langfristiger Verbindlichkeiten auf Solvency II, die EIOPA bei sieben, der GDV bei zehn bis zwölf Jahren sieht, und die so genannte Extrapolation würden die Erwartungen der Branche enttäuschen, heißt es. Bei der Extrapolation gehe es darum, die Zinsprognosen für sehr langfristige Garantien, die vor allem typisch für die deutsche Lebensversicherung sind und sich im Extremfall auf bis zu 90 Jahre erstrecken können, ab einer bestimmten Laufzeit künstlich zu modellieren. Der GDV dagegen spricht sich für eine wesentlich schnellere Annäherung der Zinsstrukturkurve an diese Zielrendite aus. Nach Expertenmeinung könnte die aktuelle EIOPA-Vorlage zu neuerlichen Diskussionen über Solvency II führen und somit die Implementierung der Regularien weiter verzögern.

 


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