Deutsche-Bank-Chef plädiert für EU-Einlagensicherung und warnt vor Überregulierung

20. Juni 2013 | Von | Kategorie: Regulierung

Erneut hat Jürgen Fitschen, Co-Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, vor einer Überregulierung des Bankensektors gewarnt.
Fitschen sprach sich in seiner Funktion als Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), am Dienstagabend vor dem Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten dafür aus, dass Deutschland sich nicht auf Dauer gegen eine europäische Einlagensicherung wehren dürfe. „Deutschland kann in dieser Frage nicht nur die kalte Schulter zeigen”, sagte er. Jedoch benötige die gemeinsame Einlagensicherung noch Zeit. Der BdB hat bislang eine gemeinsame Einlagensicherung in Europa abgelehnt. Sie käme zum jetzigen Zeitpunkt zu früh. Der erste Schritt zur Bankenunion ist die zentralisierte Bankenaufsicht durch die EZB. Fitschen warnte davor, hier stehen zu bleiben. Zudem betonte Fitschen die Notwendigkeit eines gemeinsamen Abwicklungsmechanismus‘. Dann würden die Debatten um Trennbankensysteme und systemrelevante Banken überflüssig.

Allgemein gefasst warnte Fitschen folgend vor den Auswirkungen einer überbordenden Bankenregulierung auf die Kreditvergabe an Unternehmen. Derzeit sei noch unklar, wie sich die künftige Regulierung der Banken auf das Kreditangebot letztlich auswirke. Es sei aber nicht ausgeschlossen, dass der Kredithahn dann gedrosselt werde. „Eine Kreditvergabe, die politischen Wünschen nachkommen soll, kann neue Probleme bringen”, erklärte Fitschen laut „Handelsblatt”.

 


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