Britische Banken mit milliardenschwerer Kapitallücke

21. Juni 2013 | Von | Kategorie: Top News

Die „Börsen-Zeitung“ berichtet von eine milliardenschweren Kapitallücke bei britischen Banken, die die britischen Bankenregulierer FPC und PRA nun aufgedeckt haben: „Fünf der größten Banken auf der Insel sollen in den kommenden Monaten ihre Kapitaldecke um insgesamt 27,1 Mrd. Pfund stärken. Bei der teilverstaatlichten Lloyds bahnt sich der Start der Reprivatisierung an, RBS könnte aufgespalten werden“, schreibt die „Börsen-Zeitung“ hierzu einleitend. Wie die Aufsichtsbehörden am Donnerstag mitteilten, belaufe sich der zusätzliche Kapitalbedarf gemessen an den verschärften Baseler Eigenkapitalanforderungen (Basel III) von 7 % der Risikoaktiva allein bei Barclays auf 3 Mrd. Pfund, bei Lloyds Banking Group und Royal Bank of Scotland (RBS) auf 8,6 Mrd. bzw. 13,6 Mrd. Pfund. „Keines der Häuser, die nun ihre Kapitaldecke stärken sollen, muss laut den Angaben neue Aktien oder andere Wertpapiere begeben.“ Der Kapitalbedarf soll laut „Börsen-Zeitung“ unter anderem durch einbehaltene Gewinne, den Verkauf von Vermögenswerten sowie durch den Abbau von nicht zum Kerngeschäft gezählten Beständen gedeckt werden. RBS teilte unterdessen mit, den zusätzlichen Kapitalbedarf bis Jahresende auf 0,4 Mrd. Pfund verringern zu wollen. „Um die Kernkapitalquote nach Basel III von 6,5 auf rund 9% zum Ende dieses Jahres zu hieven, sollen die Investmentbanksparte Markets weiter verkleinert, Vermögenswerte verkauft … werden“, heißt es. Ausführlich beleuchtet die „Börsen-Zeitung“ weitere Details der nun aufgedeckten Unterkapitalisierung der britischen Banken. (Börsen-Zeitung, 21.6.2013/Seite 5)

 


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