BdB nimmt Leverage Ratio unter Beschuss

26. Juni 2013 | Von | Kategorie: Basel III

„Eine risikounabhängige Höchstverschuldungsquote wie die Leverage Ratio macht die Aufsicht über eine komplexe Bankenwelt weder besser noch wirksamer“, erklärte gestern der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken (BdB), Michael Kemmer. Er reagierte damit auf Aussagen von Thomas Hoenig, Vize-Chef der US-Einlagensicherungsbehörde FDIC, der unlängst erklärt hatte, viele Institute seien beträchtlich unterkapitalisiert. „Hier gilt: Einfach ist nicht unbedingt gut“, so Kemmer. Damit habe sich der BdB in die Debatte um eine risikounabhängige Höchstverschuldungsquote für Banken eingeschaltet, so die „Börsen-Zeitung“. „Eine risikounabhängige Höchstverschuldungsquote wie die Leverage Ratio macht die Aufsicht über eine komplexe Bankenwelt weder besser noch wirksamer“, wird Kemmer weiter zitiert.

Die Leverage Ratio stellt ein Alternativmaß für risikogewichtete Messgrössen dar. Sie stellt die weitgehend ungewichtete Bilanzsumme ins Verhältnis zum regulatorischen Eigenkapital. Sie soll den Bankensektor vor einer übermäßigen Verschuldung bewahren und somit das Risiko eines destabilisierenden Schuldenabbaus senken. Damit ergänzt die Leverage Ratio die Eigenkapitalstandards Basel III nach Säule 1. Die Ausgestaltung der Leverage Ratio ist jedoch noch nicht final verabschiedet. Sie soll bislang erst ab 2018 als verbindliche Mindestgröße gelten.

 


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