Kartell bei Kreditausfallversicherungen: 13 Banken drohen hohe Strafen

2. Juli 2013 | Von | Kategorie: Top News

13 Großbanken soll Medienberichten zufolge im Handel mit Kreditausfallversicherungen getrickst haben.
Nun drohen ihnen Geldstrafen. Auch die Deutsche Bank sei involviert, heißt es in den Berichten übereinstimmend. In dem seit 2011 laufenden Kartellverfahren geht es um mutmaßliche Tricksereien im Handel mit Kreditausfallversicherungen – sogenannten Credit Default Swaps, kurz CDS. Die EU-Kommission habe nun Mitteilungen über die Beschwerdepunkte an die Banken geschickt, teilte die Behörde in Brüssel mit. Die Banken sollen anderen Unternehmen den Zugang zum CDS-Markt verwehrt haben, indem sie sich mit den entscheidenden Plattformen verschworen. Zu den Opfern sollen die Deutsche Börse in Frankfurt und die Börse Chicago Mercantile Exchange gehören, die auf dem Markt selbst tätig werden wollten. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet von verschärften Kartellverfahren Brüssels gegen die Banken, während das „Handelsblatt“ von den „unlauteren 13“ spricht. Der Ausgang des Verfahrens ist zwar noch offen – die „Börsen-Zeitung“ merkt jedoch an: „Allerdings markiert die Beschwerdemitteilung in Anti-Trust-Fällen durchaus einen entscheidenden Punkt. Immerhin hatten die EU-Beamten bereits vor mehr als zwei Jahren ihre Nachforschungen aufgenommen. Die Vorwürfe, die sie jetzt formulieren, sind also nicht bloß ein vager Verdacht. Den Banken drohen saftige Strafen. Schließlich werden am Markt für Kreditausfallversicherungen riesige Volumen gehandelt“.

 


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