Neue Abwicklungsregeln lasten auf Bonität der Banken

2. Juli 2013 | Von | Kategorie: Regulierung

BankenNach den Plänen der EU-Finanzminister müssen die Inhaber unbesicherter Bankanleihen künftig in Rettungsfällen haften.
Die Ratingagentur Moody’s wertet die Einigung als negativ für Gläubiger. Das bedeute, dass die Ratings europäischer Banken aufgrund des höheren Ausfallrisikos sinken und sich damit deren Finanzierungskosten erhöhen können. Denn die Annahme, dass die Staaten für systemrelevante Banken im Notfall haften, hebe die Einschätzung der Kreditwürdigkeit um einige Ratingstufen an. Mit Blick auf die anstehenden Gesetzesvorlagen zur Bankenabwicklung von EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier erwartet die „Börsen-Zeitung“ derweil für den 10.7. deren Publikation. Ursprünglich sei dem Bericht zufolge vorgesehen gewesen, dass Barnier seine Initiative bereits vor dem Finanzministertreffen am 9. Juli präsentiere, damit bei der Sitzung bereits eine erste ministerielle Befassung möglich sei. Doch darauf werde laut „Börsen-Zeitung“ nun offenbar verzichtet. Weiter schreibt das Blatt: „Am vergangenen Donnerstagmorgen hatten sich die Minister auf abgestimmte Regeln für nationale Abwicklungsregeln verständigt, insbesondere auch auf eine Reihenfolge bei der Einbeziehung von Investoren (Bail-in).“ Sie hätten damit den Weg für den zweiten Schritt geebnet. (vgl. RMRG vom 28.6.)

 


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