PwC-Experten fordern Pause bei Bankenregulierung

5. Juli 2013 | Von | Kategorie: Regulierung

In einem Gastkommentar für die „Börsen-Zeitung“ fordern die Autoren Burkhard Eckes und Ulrich Hartmann, beide Partner bei PricewaterhouseCoopers (PwC), eine Pause bei der Bankenregulierung. Die Veröffentlichung der Capital Requirements Directive (CRD IV) und die zugehörige Capital Requirements Regulation (CRR) am vergangenen Dienstag im Amtsblatt der Europäischen Union sei ein wichtiger Meilenstein gewesen (Stichwort Basel III-Umsetzung). Doch es sei zu befürchten, dass der „nun erreichte Stand der Regulierung … noch nicht das Ende der Entwicklung (ist). Denn Neues zeichnet sich bereits am Horizont ab: Im Baseler Ausschuss werden bereits neue Anforderungen an das Trading Book und ein neues Rahmenwerk für Verbriefungen diskutiert. Erste Vorschläge zur künftigen Berechnung der Eigenkapitalunterlegung von ABS-Verbriefungen können in Einzelfällen zu einer drei- bis fünffachen Erhöhung der erforderlichen Kapitalunterlegung und damit zu einer Verteuerung dieser Refinanzierungsform führen.“ Bei der „Flut an Regulierungsmaßnahmen“ bleibe den Autoren zufolge wenig Zeit, über die gesamten Auswirkungen nachzudenken. Deshalb sollte die jetzige Veröffentlichung des Herzstücks der Neuregulierung nach der Finanzmarktkrise dazu genutzt werden, „das bisher Erreichte erst einmal umzusetzen und anschließend die gesamte Wirkungsbreite zu analysieren.“

 


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