Milliardenrisiken in den Bad Banks deutscher Banken

9. Juli 2013 | Von | Kategorie: Top News

Das „Handelsblatt“ warnt in einem Grundsatzbeitrag vor den milliardenschweren „Altlasten“, die in den Bad Banks hiesiger Banken schlummerten.
Zwar seien viele toxische Papiere bereits abgeschrieben. Dennoch werde die Europäische Zentralbank (EZB) die Institute im Rahmen ihres künftigen Aufsichtsmandats genau prüfen, heißt es. Insgesamt summierten sich die Altlasten in den Bad Banks (u.a. der Deutschen Bank, der Landesbank Baden-Württemberg und der BayernLB) auf rund 350 Mrd. Euro, schreibt das Blatt an anderer Stelle. Diese Geldhäuser hätten sich entschlossen, toxische Wertpapiere und Geschäfte, die sie loswerden wollen, nicht massiv abzuschreiben, sondern in der Bilanz zu lassen und in eine Bad Bank auszulagern. Die Tatsache, dass die hiesigen Banken doe problematischen Wertpapiere und Geschäfte, die sie loswerden wollen, nicht drastisch abschreiben, sei dem Autor zufolge ein Indiz dafür, dass die deutschen Banken harte Schnitte scheuen. „In Deutschland versucht man eher, Verluste zu vermeiden. Hier herrscht die Abschreibung nach Kassenlage vor. Ich schreibe so viel ab, wie ich mir gerade leisten kann“, wird ein Experte zitiert. Ganz anders sei hier die Philosophie der US-Banken: In den USA hätten die Geldhäuser in der Regel ihre Verluste realisiert, stünden jetzt aber besser da als ihre deutschen Pendants. „Auf den ersten Blick können zwar auch die deutschen Banken Fortschritte vorweisen. Alle Institute haben es geschafft, ihre Bad Bank zu verkleinern. Aber von Entwarnung kann trotzdem noch keine Rede sein“, so das Fazit des Beitrags. Die Gefährlichkeit der Portfolios müsse mit dem Abbau der Volumina nicht geringer werden, warnt zudem ein Experte.

 


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