Dubiose Geschäfte um den Dividendenstichtag im Fokus

9. Juli 2013 | Von | Kategorie: Sonstiges

Die dubiosen Aktiengeschäfte, mit denen zahlreiche Banken den deutschen Fiskus um Milliarden Euro geschädigt haben sollen (sog. „Cum-Ex-Trades“) sind weiterhin medial stark präsent. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ beleuchtet in einem Grundsatzbeitrag die Hintergründe und macht dabei politische Versäumnisse aus: So sei es verwunderlich, „warum Steinbrück (ehem. Finanzminister Peer Steinbrück, die Red.) das Steuerschlupfloch nur halbherzig schloss.“ Und: „Es ist schwer begreiflich, warum sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) so viel Zeit gelassen hat. Zumal der Bankenverband schon im Jahr 2002 den damaligen Ressortchef Hans Eichel (SPD) auf den Aderlass hinwies – und ein Reformmodell vorschlug, das das Schlupfloch allerdings nur halbherzig abdichtete.“ Für den Autor stellt sich folgende Schlüsselfrage: „Warum die große Koalition sehenden Auges nicht schon damals den Systemfehler behob, sondern es bei Flickwerk beließ, darüber gehen heutzutage die Einschätzungen der wenigen Fachleute für dieses Thema auseinander. Manche sehen die üblichen Verdächtigen einer Bankenlobby am Werk, die die Geschäfte nicht vollends missen wollte. Wahrscheinlicher
ist, dass es an der damaligen Hochstimmung der Politik lag, die Geldbranche weniger Regeln zu unterwerfen…“

 


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