Verfahrene Situation bei Bankenabwicklung

12. Juli 2013 | Von | Kategorie: Top News

BankenBeim Streit zwischen Berlin und Brüssel über die künftige Abwicklung schiefliegender Finanzinstitute sind die Fronten verhärtet.
In einem Interview bekräftigt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble die Kritik der Bundesregierung an der Vorlage des EU-Binnenmarktkommissars Michel Barnier zur einheitlichen Abwicklung maroder Geldhäuser in Europa. Wenn eine Bank geschlossen werden müsse, sei das eine Entscheidung mit sehr weitreichenden Folgen, die nicht allein von Brüssel getroffen werden könne – zumal es hier um nationale Steuergelder gehe, so der Minister. Die EU-Kommission will künftig letzte Entscheidungsinstanz bei der Abwicklung sein. Unterdessen berichtet die „Börsen-Zeitung“, dass sich die Europäische Zentralbank (EZB) in Sachen Abwicklung hinter Brüssel stelle. Das EZB-Direktoriumsmitglied Benoit Coeure erklärte gestern: „Ich begrüße den Vorschlag der EU-Kommission in dieser Hinsicht“. Unterdessen analysiert der „Platow Brief“ die „wahren Hintergründe des Streits mit Brüssel“. Für Barniers Bankenabwicklungen wollen deutsche Institute und Politiker demnach nicht „doppelt zahlen, in die nationalen und dann auch noch in die europäischen Töpfe“. Auch sträubten sie sich gegen „eine Abtretung von Geld aus den nationalen Fonds“.

 


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