Deutsche Bank kämpft mit selbstausgerufenem Kulturwandel

15. Juli 2013 | Von | Kategorie: Top News

In einem Grundsatzbeitrag zieht das Magazin „Focus“ eine Bilanz hinsichtlich des Stands des Kulturwandels bei der Deutschen Bank.
Generell, so der Tenor des Beitrags, sei die Bank mit dem Kulturwandel weiter als gemeinhin in der Öffentlichkeit vermutet werde. Die Deutsche Bank ändert sich: weg vom schnellen Geld, hin zum nachhaltigen Geschäft. „Dumm nur, dass ihr das bisher kaum jemand glaubt“, konstatiert der Autor. Ausführlich beleuchtet der Beitrag im Folgenden Chancen und Risiken des Kulturwandels und sieht dabei einen Spagat zwischen Wunsch und Wirklichkeit. „Die größte Sorge der Deutschen Bank ist, dass ihr der Kulturwandel misslingt. Die zweitgrößte: Er geht zu weit“, analysiert „Focus“. Denn was geschehe, „wenn nur sie sich ändert – nicht aber US-Bank-Giganten wie JP Morgan und Goldman Sachs? Dann fiele die Deutsche Bank international zurück, würde von den Rivalen abgehängt.“ Deshalb stelle sich perspektivisch folgende Frage: „Steht die Bank zu ihren neuen Prinzipien? Oder fällt sie um, sobald die Konkurrenten ihr lukrative Geschäfte abjagen und die Aktionäre sie beschimpfen.“ Man müsse die richtige Mischung aus Gewinnstreben und gesellschaftlicher Verantwortung finden, wird hierzu Deutsche-Bank-Co-Chef Jürgen Fitschen zitiert. Letztlich aber agiere die Deutsche Bank nach folgendem Motto: „Der Kulturwandel ist nicht alles – kein Gewinn ist auch keine Lösung. In diesem Punkt ist die neue Deutsche Bank wieder die alte. Sie muss Geld verdienen. Wie ihre Mitarbeiter, ihre Kunden und ihre Aktionäre.“

 


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