Reguierung: Streit und Kompromiss zwischen EU und USA

16. Juli 2013 | Von | Kategorie: Regulierung

EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier hat im transatlantischen Streit über höhere Kapitalanforderungen für Auslandsbanken in den Vereinigten Staaten gedroht, amerikanische Banken in Europa notfalls ähnliche Regeln aufzuerlegen. „Ich möchte nicht gezwungen werden, dasselbe in Europa zu tun“, wird Barnier von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zitiert. „Aber ich würde nicht zögern, es zu tun.“ Die US-Aufseher müssten sich an diesem Punkt nun bewegen.

Die gefundene Kompromisslinie bei einem anderen Regulierungsthema sorgt derweil für positive Stimmung: Medienberichten zufolge begrüßt der Bundesverband deutscher Banken (BdB) die jüngste Verständigung zwischen europäischen und US-Behörden über die Regulierung von Derivategeschäften. Die „gegenseitige Anerkennung der Regulierung im Bereich der Derivatemärkte hätte viele Vorteile”, betont BdB-Hauptgeschäftsführer Michael Kemmer. In der vergangenen Woche hatten sich EU-Kommission und US-Aufseher auf einen Kompromiss verständigt. EU-Kommissar Michel Barnier unterstrich gestern in Washington, die Verständigung mit der US-Behörde CFTC sei bedeutend, weil viele Probleme im grenzüberschreitenden Handel gelöst würden. Zu den zentralen Punkten zählte Barnier die
Festlegungen, dass Firmen nur einem Regelwerk (EU oder US) unterworfen werden.

 


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