Deutsche Bank pusht Kulturwandel

25. Juli 2013 | Von | Kategorie: Top News

Kulturwandel„Der Startschuss für die neue saubere Deutsche Bank ist gefallen“, meldet heute das „Handelsblatt“.
In einem symbolischen Akt haben die beiden Vorstandschefs der Deutschen Bank, Anshu Jain und Jürgen Fitschen, die rund 100.000 Mitarbeiter auf die neue Zeit eingeschworen. Hierzu unterschrieben 250 Manager auf einer Fotowand mit ihren Konterfeis die neuen Überzeugungen. Das „Handelsblatt“ merkt hierzu an: „Für Minuten der Muße haben die Topmanager der Deutschen Bank ein neues Spielzeug: einen Würfel, auf dem Deutschlands größtes Geldhaus den neuen Wertekanon verewigt hat, der das skandalgeplagte Geldhaus läutern soll.“ Integrität, Nachhaltige Leistung, Kundenorientierung, Innovation, Disziplin und Partnerschaft seien die neuen sechs Prinzipien des Instituts. Dennoch lassen sich aus Sicht des „Handelsblatts“ die „Altlasten nicht einfach abschütteln“. Auch andere Medien wie „wallstreetjournal.de“ und „Der Tagesspiegel“ kommentieren den neuen Wertekanon der Deutschen Bank. „Ohne die hehren Absichten in Abrede stellen zu wollen, bleibt am Ende die Erkenntnis: Die Werte für den Kulturwandel sind alter Wein in neuen Schläuchen“, warnt jedoch das „wallstreetjournal“. Und: Ein wirklicher Wandel wäre es gewesen, wenn sich Fitschen und Jain von der Spekulation auf Nahrungsmittelpreise verabschiedet hätten, merkt der „Tagesspiegel“ an. Laut „Süddeutsche Zeitung“ geben zudem bereits „Streit um den Kulturwandel bei der Deutschen Bank“. Angeblich würden sich die Belegschaftsvertreter bei einer Maßnahme querstellen: Sie haben Bedenken dagegen, dass Verstöße der Mitarbeiter gegen die neuen Regeln mit einem System „roter Karten“ geahndet würden. Das Blatt sieht hier nun erstmals „Gegenwind“ für Jain und Fitschen beim Großthema Kulturwandel.

Wolfgang Huber, ehemaliger Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche, fordert derweil in einem Interview mit dem „Handelsblatt“ einen Verhaltenskodex für alle Banken. Hintergrund sei der von der Deutschen Bank gestern vorgestellte Wertekanon. Huber betont: „Ethik und Moral sind unverzichtbar für die Wirtschaft. Gerade die Banken müssen ihre Vertrauenswürdigkeit erneuern. Nachhaltigkeit und Integrität zählen bei den Geldhäusern besonders.“

 


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