Keine Einigung bei Streit um Bilanzregeln in Sicht

25. Juli 2013 | Von | Kategorie: Regulierung

Das „Handelsblatt“ sieht ein „wichtiges Reformprojekt“ vor dem möglichen Scheitern. Hintergrund seien die Streitigkeiten zwischen USA und Europa um die Bank-Bilanzregeln. Hauptkonfliktpunkt sei laut „Handelsblatt“, wie Banken ihre Risikovorsorge im Kreditgeschäft in der Bilanz berechnen sollen. Gemeinsames Ziel sei es zwar nach wie vor, dass Banken künftig schneller als bisher Risiken in ihrer Bilanz abbilden sollen – allerdings sei das „Wie“ umstritten. Jüngste Einigungsversuch zwischen den Standardsetzern IASB (Europa) und FASB (USA) seien bislang gescheitert, so das „Handelsblatt“.

Die Zeitung macht zudem Verstimmungen zwischen den USA und Europa bei einem weiteren Punkt der Regulierungsagenda aus. Laut Bericht fordern US-Behörden im Zuge der Regulierung des Derivatemarkts direkten Zugriff auf „sensible Finanzdaten“ in Europa. Finanzinstitute wie die Deutsche Bank oder die britische Barclays müssten vertrauliche Daten zu Derivate-Geschäften und ihrer Kundschaft dann direkt an die US-Behörden liefern. Europa stünde dem Wunsch bislang kritisch gegenüber.

 


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