Reputationsrisiko: Physischer Handel mit Rohstoffen belastet Banken

25. Juli 2013 | Von | Kategorie: Riskmanagement

In einem kritischen Beitrag beschäftigt sich die „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ mit dem forcierten Engagement von US-Banken im Handel mit physischen Rohstoffen (vgl. RMRG vom 24.7.). Nach Informationen der „New York Times“, die im Umfeld der US-Bank Goldman Sachs recherchiert hatte, hätten die Goldmänner Aluminium-Lagerhäuser (Metro International) gekauft – danach traten bei den Auslieferungen strategisch bedingte Verzögerungen auf, von denen Goldman angeblich profitierte. Goldman Sachs kassierte demnach für jeden zusätzlichen Tag Lagergebühren, deren Kosten dann an die Endverbraucher weitergegeben wurden. US-Zeitungen beziffern den Schaden für die Verbraucher auf etwa 5 Mrd. US-Dollar. Das Metall wird den Berichten zufolge monatelang zwischen riesigen Hallen hin und her verschoben und erzeugt dadurch hohe Lagerkosten, die auf den Preis für Aluminium aufgeschlagen werden. Proteste von Dosenherstellern wie Coca-Cola verhallten bisher ungehört, merkt der „ORF“ in einem Bericht an. Beobachter weisen darauf hin, dass dieses Geschäftsfeld durch die aktuellen Enthüllungen ein massives Reputationsrisiko für die Bankenbranche berge.

 


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