Hackerangriffe könnten Crash an den Märkten auslösen

8. August 2013 | Von | Kategorie: Top News

Das „Handelsblatt“ warnt eindringlich vor wachsenden Risiken durch Hackerangriffe auf große Banken.
Cyberattacken seien mittlerweile das Systemrisiko Nummer eins für das globale Finanzsystem, sagt hierzu Mark Clancy, Experte für Cyber-Attacken bei der US-Finanzfirma DTCC, im Gespräch mit dem „Handelsblatt“. Selbst die Euro-Krise stuft die DTCC in ihrer am Mittwoch veröffentlichen Studie über die Systemrisiken als weniger gefährlich ein. Laut „Handelsblatt“ habe sich zu den jüngsten Attacken auf die Onlineportale von 46 US-Banken eine islamistische Gruppe namens „Izz ad-Din Al-Qassam Cyber Fighters“ bekannt, die angeblich aus dem Iran operiert. Die Gruppe, so heißt es, stehe stellvertretend für eine neue Qualität von Internetangriffen. Dabei gehe es den Cyberdieben in erster Linie um den Schaden, nicht um den Profit. Die DTCC fordert deshalb die Bankenbranche auf, sich besser auf die neue Bedrohungslage einstellen. „Viele Firmen sind gut auf kriminelle Angreifer eingestellt, weniger auf solche, die darauf aus sind, Schaden anzurichten“, heißt es bei der DTCC. In ihrer Studie fordert die DTCC deshalb eine besser Vernetzung der Marktteilnehmer. Es reiche nicht, so Clancy, sich gegenseitig per E-Mail über die jüngsten Attacken zu informieren. DTCC arbeite deshalb an einer Plattform, auf der ein automatisierter Informationsaustausch zwischen Banken, Börsen und Infrastrukturbetreibern weltweit stattfinden soll. „Dadurch soll es einfacher werden, von den Problemen anderer zu lernen und sich auf neue Bedrohungen einzustellen“, berichtet das „Handelsblatt“.

 


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