Weiter Risiken am Derivatemarkt

14. August 2013 | Von | Kategorie: Top News

RisikoDas „Handelsblatt“ warnt vor Risiken für die Finanzmärkte, die nach wie vor vom Derivatemarkt ausgehen würden.
Eigentlich sollte die Reform der Derivatemärkte das Finanzsystem stabiler machen – doch der Umbau berge Gefahren, heißt es. Banken würden davor warnen, dass sich die Risiken nur verlagert hätten. Wörtlich heißt es: „Fast fünf Jahre ist es her, dass die US-Investmentbank Lehman Brothers in die Pleite schlitterte und dabei beinahe das gesamte Finanzsystem mit sich riss. Einer der Gründe für das Chaos war das komplexe Netz aus Derivategeschäften, das die zahlungsunfähige Bank mit Geldhäusern in der ganzen Welt verband.“ Fazit des Autors: „Die Reformen mögen die Bankenwelt sicherer machen, aber dafür werden die Clearinghäuser jetzt selbst zum potenziellen Risiko für die Stabilität des Finanzsystems. Deshalb müssen die zentralen Gegenparteien in Europa so aufgestellt sein, dass sie jederzeit die Pleite ihrer zwei größten Kunden verkraften können.“ Aber was passiert, wenn ein noch schlimmeres Beben die Märkte erschüttere?, fragt das „Handelsblatt“. Für diesen Fall habe der Basler Financial Stability Board (FSB) erste Vorschläge für die Rettung von Clearinghäusern entwickelt, die in existenzbedrohende Krisen rutschen. Ähnlich wie die großen Banken sollen auch die zentralen Gegenparteien eine Art „Testament“ verfassen, das eine Abwicklung oder Sanierung ohne Hilfe der Steuerzahler ermögliche.

 


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