Kanzlerkandidat Peer Steinbrück geht in Regulierungsoffensive

16. August 2013 | Von | Kategorie: Top News

Im Fall eines Wahlsiegs will SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück den Banken jedweden Handel mit Lebensmitteln und Rohstoffen verbieten.
Steinbrück sagte bei einer Veranstaltung der Stiftung Familienunternehmen und der „Süddeutschen Zeitung“ in Berlin, der Abschluss von Rohstoff-Wetten und der Handel mit sogenannten Kreditausfallversicherungen, zählten nicht zu den Aufgaben einer Bank. Hintergrund von Steinbrücks Äußerungen ist ein mutmaßlicher Skandal rund um die US-Bank Goldman Sachs, die in großem Stil Aluminium gekauft und gehortet haben soll, um den Weltmarktpreis in die Höhe zu treiben. Auch deutsche Mittelständler würden dem Bericht zufolge zunehmend darüber klagen, dass große Finanzinstitute in der Vergangenheit wiederholt das Metall-Angebot künstlich verknappt und Preise damit nach oben getrieben hätten, etwa bei Nickel. Laut „Süddeutsche Zeitung“ sei zudem ein Expertenstreit darüber entbrannt, welchen Einfluss das auf die Preise habe. Die Deutsche Bank und der Allianz-Konzern zum Beispiel bestreiten jeden Zusammenhang. Steinbrück räumte allerdings ein, dass sich das Problem auf nationaler Ebene kaum lösen lassen werde. Nötig sei ein europaweit, besser noch weltweit einheitliches Vorgehen. Steinbrück erneuerte zudem seine Forderung, dass große Banken das Kunden- und das Spekulationsgeschäft vollständig trennen und unter dem Dach einer Holding personell und organisatorisch eigenständig führen müssten. Angst, dass etwa die Deutsche Bank deshalb ihren Sitz nach London verlegen könnte, hat Steinbrück nach eigenen Worten nicht. „Dann verlöre sie ihre Marke ,Deutsche Bank‘“, sagte er. „Das wird sie nicht wollen.“ Dem Blatt zufolge wolle Steinbrück zudem die Stromindustrie stärker regulieren.

 


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