Aufarbeitung von Bankskandalen im Fokus – Fixgehälter steigen

20. August 2013 | Von | Kategorie: Corporate Governance

Ein „Handelsblatt“-Kommentar erörtert vor dem Hintergrund der juristischen Aufarbeitung des milliardenschweren Handelsskandals bei JP Morgan in London, wie es überhaupt zu diesen überbordenden Spekulationen kommen konnte. Der Verweis der Ankläger auf unzureichende bankinterne Kontrollen sei dabei nur eine dürftige Begründung, so der Autor. Denn da, wo die Überwachungssysteme aufhören, fange die Unternehmenskultur an. Den Händlern sei es immer wieder gelungen, enorme Verluste in den Büchern zu verstecken. Die Banken sollten daher ihren Umgang mit Mitarbeitern überprüfen, rät der Autor. „Lohnt es sich nicht, eine Kultur zu schaffen, die nicht nur Gewinne belohnt, sondern auch verantwortungsvolles, risikobewusstes Verhalten?“, so die abschließende Frage des Kommentators.

Eine Umfrage von Robert Half Financial Services unter britischen Finanzdienstleistern hat indes ergeben, dass zwei Drittel der befragten Firmen die Gehälter ihrer Mitarbeiter im Schnitt um 20 % erhöht hätten – und zwar rechtzeitig bevor die Bonus-Obergrenze in der Europäischen Union 2014 in Kraft treten werde. Hintergrund seien die Befürchtungen von 93 % der Banken, dass die Konkurrenz Mitarbeiter abwerben könnte. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ setzt sich kritisch mit dem Thema auseinander.

 


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