Regulierung des Derivatemarkts im Fokus

4. September 2013 | Von | Kategorie: Top News

Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet mit Blick auf die jetzt vom Baseler Ausschuss vorgelegte Regulierung des Derivatehandels über mögliche Auswirkungen auf die Marktakteure.
Demnach müssen für Derivategeschäfte in Zukunft zusätzliche Sicherheiten (z.B. Staatsanleihen oder Bargeld) hinterlegt werden, sofern der Handel nicht über eine zentrale Verrechnungsstelle (Clearinghaus) abgewickelt wird. Laut „Süddeutsche Zeitung“ würden einige Banken nun fürchten, „dass ihnen dadurch die Sicherheiten in der nötigen Qualität ausgehen würden“. Die neuen Vorgaben gelten aber nur für Transaktionen mit einem Wert von mehr als 50 Mio. Euro. „Zudem werden mehr Papiere als Sicherheiten anerkannt als ursprünglich geplant. Banken und Händler können diese nun auch zweifach verwenden“, schränkt die „Süddeutsche Zeitung“ ein. Der Entwurf kommt wenige Tage vor dem Gipfeltreffen der 20 wichtigsten Wirtschaftsnationen (G20) am Donnerstag und Freitag in Russland. Die Staats- und Regierungschefs wollen sich dort mit weiteren Regulierungsschritten für die Finanzbranche beschäftigen. „Mit den Vorschriften sollen Banken und Händler dazu bewegt werden, den Derivatehandel über Börsen oder Clearinghäuser abzuwickeln, womit alle Transaktionen transparent und nachweisbar würden“, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“ weiter. Der Vorteil: Clearinghäuser, die sich aus Beiträgen der Handelsteilnehmer finanzieren, können Ausfälle von Wertpapieren auffangen. Dadurch könnte die Pleite eines Marktakteurs – ohne Gefährdung des globalen Finanzsystems – leichter verschmerzt werden.

 


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