Schattenbanken lösen Ängste vor neuer Finanzkrise aus

28. August 2013 | Von | Kategorie: Top News

„Die Eigenkapitalanforderungen für Banken steigen – und immer mehr Finanzmarktakteure drücken sich davor“, meldet das „Handelsblatt“ in einem Beitrag zum anstehenden G20-Gipfel in Sankt Petersburg. Auf 51 Bio. Euro beziffere demnach die EU-Kommission das weltweite Geschäft der sogenannten Schattenbanken. Das sei mehr als doppelt so viel wie 2002 und entspreche in etwa der Hälfte des regulären Bankensektors. Das „Handelsblatt“ warnt: „Die Massenflucht aus der Bankenregulierung schürt Ängste vor einer neuen Finanzkrise.“ Die Gruppe der 20 größten Industrie- und Schwellenländer (G20) plane deshalb schon seit längerem, Licht in diese Grauzone zu bringen. „Bislang blieb es bei vagen Absichtsbekundungen, doch beim G20-Gipfel Anfang September in Sankt Petersburg sollen nun endlich Beschlüsse fallen.“ Laut Bundeskanzlerin Angela Merkel reiche es nicht, Banken zu regulieren, auch Hedgefonds und Schattenbanken müssten reguliert werden. Laut „Handelsblatt“ sieht der Finanzstabilitätsrat (FSB) gleich in mehreren Punkten Handlungsbedarf. Erstens: Geldmarktfonds sollen künftig Eigenkapital vorhalten. Zweitens: Alle Schattenbanken sollen genau identifiziert und reguliert werden. Drittens: Die Verbindungen zwischen regulären Banken und Schattenbanken sollen gekappt werden, damit sie Risiken nicht überspringen können. Viertens: Neue Vorschriften für den Verbriefungsmarkt.

 


Tags: ,

Keine Kommentare möglich.