Studien attestieren Banken hohen Kapitalbedarf

13. September 2013 | Von | Kategorie: Top News

FrankfurtMehrere Medien berichten heute über neue Anforderungen an europäische Banken bei den Kapitalanforderungen, wobei den Instituten eine teilweise beträchtliche Unterkapitalisierung konstatiert wird.
Nach aktuellen Berechnungen von J.P. Morgan Cazenove hätten Europas Banken einen Kapitalbedarf von 79 Mrd. Euro bis zum Jahr 2015, während J.P Morgan sogar von bis zu 100 Mrd. Euro ausgeht. Gemeinsam haben die Finanzinstitute, dass sie seit dem Jahr 2008 mit höheren Kapitalkosten, veränderten Regularien und strikteren Kapitalanforderungen zu kämpfen haben, heißt es in der McKinsey-Studie. „Aufgrund der andauernden Restrukturierung des Bankensektors werden Übernahmen und Verkäufe von Geschäftseinheiten erwartet“, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ unter Berufung auf die Analysten. So schätze McKinsey, dass in der nächsten Zeit europäische Banken bis zu 725 Geschäftseinheiten unterschiedlicher Art (Privatkundengeschäft, Investmentbanking, Vermögensverwaltung) in verschiedenen Ländern und Regionen veräußern würden.

Auch die Deutsche Bank hat sich in einer medial stark beachteten Studie mit dem möglichen Kapitalbedarf der Banken befasst und erwartet, dass „schon durch den noch in diesem Jahr anstehenden Bilanztest der EZB der Risikovorsorgebedarf der europäischen Banken um durchschnittlich 30 % nach oben schnellen werde.“ Die angebliche Unterkapitalisierung der europäischen Banken sowie die Studie der Deutschen Bank sind auch Thema eines Beitrags im „Handelsblatt”.

 


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