BaFin-Chefin warnt vor überzogener Bankenkritik

16. September 2013 | Von | Kategorie: Regulierung

In einem ausführlichen Interview mit der „Wirtschaftswoche“ plädiert Deutschlands oberste Finanzaufseherin, Elke König, dafür, dass gescheiterte Banken auch tatsächlich geschlossen würden. Gleichwohl macht König bei der Regulierung der Banken erste Tendenzen zum Besseren aus („Es hat sich viel getan“) und nimmt die Banken vor zu harscher Kritik in Schutz: „Die Temperatur der öffentlichen Diskussion sollte allmählich sinken. Nicht alle Banker sind gierige Zocker. Die meisten machen vernünftige Jobs. Aber die Anreizsysteme in den Investmentbanken sind aus dem Ruder gelaufen. …“ Beim Thema Bankenabwicklung mahnt König zur Sachlichkeit und seriösem Vorgehen: „Da geht es um tiefe Eingriffe in Eigentumsrechte, die möglicherweise Steuerzahler belasten. Dafür fehlt eine solide Rechtsgrundlage“. Sinnvoller sei es, zuerst ein System nationaler Abwicklungsfonds zu schaffen. „Ein europäischer Mechanismus ist ein langfristiges Ziel und muss parlamentarisch durch diejenigen kontrolliert werden, die am Ende zahlen.“

 


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