Grand Dame in der europäischen Bankenaufsicht?

23. September 2013 | Von | Kategorie: Top News

Die Französin Daniele Nouy hat gute Chancen, künftig die Aufsicht über Europas Kreditinstitute zu leiten, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ in einem Porträt.
„Daniele Nouy, die Generalsekretärin der französischen Banken- und Versicherungsaufsicht ACPR, sammelt seit Jahren Erfahrung auf diesem Feld und dürfte diese bald auch auf europäischer Ebene einbringen“, heißt es eingangs. Denn wenn nichts mehr dazwischenkomme, werde Nouy die europäische Bankenaufsicht leiten, die vom kommenden Jahr an unter dem Dach der Europäischen Zentralbank arbeitet. „Vor ihr spuren die Bankiers“ schrieb die französische Zeitung „Le Monde“ vor einigen Monaten. Nouy habe in Frankreich das Profil einer strengen Zuchtmeisterin. Auf Eigenkapital zur Absicherung der Banken lege sie viel Wert, so die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Schon gleich zu Beginn der Finanzkrise im Juli 2007 habe sie von den französischen Finanzhäusern gefordert, sich von ihren Beständen an riskanten Krediten zu trennen, was dazu beigetragen habe, dass die Institute insgesamt ganz gut durch die Krise kamen. In den neunziger Jahren leitete Nouy fünf Jahre lang als Generalsekretärin den Basler Ausschuss für Bankenaufsicht und schliff in Zusammenarbeit mit den großen Branchenvertretern an neuen Vorschriften unter der Chiffre „Basel II“. Deutscherseits schätze man Nouy fachlich und persönlich, heißt es bei der deutschen Bankenaufsicht Bafin. Abschließend heißt es: „Die Aufgabe in Frankfurt wird wohl die letzte berufliche Station von Daniele Nouy sein. 68 Jahre alt wird sie sein, wenn sie ihr fünfjähriges Mandat vollendet. … Der neue Posten wird Nouy noch mal in eine ganz andere Dimension heben. 1.000 neue Bankaufseher will die Europäische Zentralbank demnächst mit Hilfe von Anzeigen suchen.“

 


Tags: , , , ,

Keine Kommentare möglich.