Forderung nach harter Prüfung der Bankbilanzen

23. September 2013 | Von | Kategorie: Sonstiges

Die „Börsen-Zeitung“ beleuchtet in einem Kommentar die Pläne der Europäischen Zentralbank, „einen rigorosen Bilanz-TÜV bei den Banken“ einzuführen. „Viele Euro-Länder bremsen. Die Notenbank muss aber hart bleiben – und so auch ein Zeichen setzen“, heißt es eingangs. Der Autor betont dabei die strikte Notwendigkeit einer genauen Kontrolle der Bankbilanzen: „Eine ehrliche Bestandsaufnahme samt der nötigen Konsequenzen – also im Notfall Rekapitalisierung oder Abwicklung“ sei unerlässlich. „Die EZB selbst hat wiederholt davor gewarnt, ‚Zombiebanken‘ heranzuzüchten. Die EZB muss deshalb sicherstellen, dass Schwachstellen in den Bilanzen schonungslos offengelegt werden.“ Außerdem müsse die EZB den nationalen Aufsehern „auf die Finger schauen“. In der Vergangenheit hätten viele Aufseher die schützende Hand über ihre Banken gehalten. Der Kommentator zieht am Ende des Beitrags folgendes Generalfazit, in dem er die EZB zu konsequentem Handeln bei der Bilanzprüfung der Banken aufruft: „Eine konsequente Haltung gegenüber den Mitgliedstaaten ist auch ein nötiges Signal an die Regierungen. In den Krisen ist die EZB ihnen immer wieder beigesprungen. Das aber muss Grenzen haben und diese muss die Notenbank auch klarmachen. Auch insofern ist die bevorstehende Bilanzprüfung für die EZB eine Bewährungsprobe.“

 


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