Rettungskosten: Banken als Risikofaktor

2. Oktober 2013 | Von | Kategorie: Top News

BankenrettungDas „Handelsblatt“ warnt vor weiterhin bestehenden Risiken für die Finanzsysteme, die von maroden Banken ausgingen.
Dabei formuliert der Autor den Vorwurf, dass der Staat – entgegen aller gegenteiligen Verlautbarungen – weiterhin Geldinstitute retten dürfe. „Dafür haben die EU-Finanzminister heimlich gesorgt.“ Die vollmundigen Verlautbarungen der Politik, dass zunächst Anteilseigner und Gläubiger im Falle einer Bankenabwicklung zur Kasse gebeten würden, seien Makulatur. Wörtlich heißt es: „Eines haben Schäuble und seine Kollegen allerdings verschwiegen: Sie wollen eine großzügige Ausnahme von der Regel machen. Sie ist im – extrem verklausuliert formulierten – Artikel 27, Absatz 2dIII des Richtlinienentwurfs versteckt. Dort ist von ‚außergewöhnlicher öffentlicher finanzieller Unterstützung‘ die Rede.“ Kapitalspritzen oder Bürgschaften dürfen demnach so lange gewährt werden, bis die Aufsichtsbehörde eine Bank endgültig in die Abwicklung gebe. „Das heißt: Solange die Finanzaufsicht den Startschuss für die Abwicklung noch nicht gegeben hat, sind öffentliche Hilfen für das Institut unbegrenzt möglich.“ Experten meinen hierzu: „Die Finanzminister haben der Öffentlichkeit Sand in die Augen gestreut.“ Selbst in den Chefetagen der Banken interpretiere man den Rechtstext genauso. „Die jeweilige Regierung kann noch einen Tag vor dem offiziellen Abwicklungsbeschluss eine Finanzspritze an das betroffene Institut überweisen“, zitiert das „Handelsblatt“ einen ranghohen Banker.

 


Tags: ,

Keine Kommentare möglich.