Banken befürchten Schließungen wegen Großkreditregelungen

4. Oktober 2013 | Von | Kategorie: Regulierung

Die „Börsen-Zeitung“ warnt vor massiven Sorgen bei den deutschen Banken als Folge der für manche Banken womöglich existenzgefährdenden neuen Großkreditregelungen. Es gehe um die Großkredit- und Millionenkreditverordnung (GroMiKV). Danach seien Kredite pro Kreditnehmer auf 25 % des haftenden Eigenkapitals einer Bank beschränkt. „Dafür nach heutigem deutschen Recht geltende Anrechnungserleichterungen für die Innenfinanzierung von Bankkonzernen – Mutter finanziert Tochter oder umgekehrt – drohen aufgrund der im Januar 2014 in Kraft tretenden EU-Kapitalregeln wegzufallen oder erheblich eingeschränkt zu werden“, schreibt das Blatt. „Schlimmstenfalls kann die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) im Januar bei uns den Stecker ziehen“, wird ein Banker zitiert, der nicht einmal mit dem Namen seines Instituts zitiert werden wolle. „Nimmt man die Vorschrift wörtlich, müssen wir zumachen“, bestätigt ein anderer. Der Bankenverband kam schon vor geraumer Zeit in einer Mitgliederumfrage zu dem Ergebnis, „dass die Umsetzung des GroMiKV-Entwurfs selbst bei der von Berlin zugestandenen 50-prozentigen Anrechnungsbefreiung zu einer kolossalen Verletzung der Obergrenzen führen würde: von einer 240-prozentigen Auslastung des Kreditspielraums bis zur Überschreitung um 1000% und mehr“, so die „Börsen-Zeitung“. Ausführlich und kompetent beleuchtet das Blatt im Folgenden die Konfliktlinien rund um die neuen Vorgaben und gibt ausführlich „die Position der Deutschen Kreditwirtschaft“ wieder.

 


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