Alternative Plattformen als Heilsbringer?

18. November 2013 | Von | Kategorie: Sonstiges

In einem Hintergrundbericht sieht die „Wirtschaftswoche“ alternative Plattformen der Banken recht kritisch. Diese würden den Börsen das Wasser abgraben. „Ergebnis: Der Handel wird zersplittert, Anleger bekommen schlechtere Kurse, Aktienindizes werden verzerrt.“ Vor allem Fondsgesellschaften seien demnach mitverantwortlich dafür, dass der Aktienhandel immer stärker in riskante Dark Pools abwandere. Bei manchen Dax-Werten werde nur noch jede dritte Aktie an den offiziellen Börsen gehandelt, mit dem Risiko, dass die Kurse heftiger schwankten. Finanzchefs fürchteten zudem Kontrollverlust. „Wir verspüren angesichts der Ausbreitung von Dark Pools ein starkes Unwohlsein“, wird ein Manager zitiert. „Natürlich würden wir gern wissen, wer mit unseren Aktien handelt“, meint ein Manager der Deutschen Post. Bei den regulierten Börsen könne man Preise und Handelsvolumina ohne Zeitverzögerungen beobachten. So lasse sich etwa abschätzen, ob Großinvestoren ein- oder aussteigen wollen. „Bei den Dark Pools tappen wir da im Dunkeln“, so der Post-Manager. Denn die Schattenbörsen veröffentlichen weder Kurse noch Handelsdaten. Eher intransparent sei auch die Preisbildung an den Dark Pools.

 


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