„Die Zeit“ mit Ausblick zum G20-Gipfel: „Utopie von der vollendeten Gemeinsamkeit“

27. März 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers7„Wenn Amerika nicht mitmacht, kann Europa seine Finanzmärkte auch allein regeln“, so die Einschätzung der Wochenzeitung „Die Zeit“.
Zur Not können die Europäer auch allein vorschreiben, dass jedes neue Finanzinstrument der Banker öffentlich geprüft wird. In dem Zusammenhang wird davor gewarnt, sich der „Utopie von der vollendeten Gemeinsamkeit“ zwischen den USA und Europa hinzugeben, denn dann würde „nur der Frust folgen.“ Selbst wenn alle großen Länder dasselbe wollten, könne es doch das Falsche sein, mahnt „Die Zeit“. Dabei verweist das Blatt auf das Baseler Eigenkapitalregelwerk und blickt auf dessen Evolution zurück: „So hatte die Welt sich schon vor der Krise auf die Basel I und Basel II genannten Bankenregeln verständigt. Doch so gut sie gemeint waren, ermutigte Nummer eins die Institute, sich mit kurzfristigen Krediten in Gefahr zu begeben. Nummer zwei vertraut zu sehr darauf, dass die Banken selbst ihr Risiko abschätzen. Am Ende wähnt sich dann jede einzelne Bank sicher, während das System zusammenbricht.“ Daher kommt die Wochezeitung im Vorfeld des anstehenden G20-Gipfels zu folgendem Fazit: „Einigkeit heißt noch nicht Sicherheit.“

 


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