Großbanken mit Lücken im Risikomanagement

28. Juli 2009 | Von | Kategorie: Riskmanagement

risikoEine aktuelle Studie der Ratingagentur Moody’s zeigt auf, dass internationale Großbanken noch ein großes Verbesserungspotenzial beim Risikomanagement aufweisen.
„Längst nicht alle Institute besäßen auf Vorstandsebene ein Komitee, das alle Risiken abdecke [...]. Einige Institute beschäftigten nicht einmal einen Chief Risk Officer (CRO)“, fasst die Börsen-Zeitung zusammen. Moody’s benennt die entsprechenden Insitute in seiner Studie – die FAZ spricht hier von einer „Liste der Sünder“. Unter anderem werden dabei Crédit Agricole, HSBC, BNP Paribas, Société Générale, Unicredit, Bank of America, Citigroup, Goldman Sachs und Morgan Stanley eingereiht. Die Institute ziehen jedoch ihre Lehren aus der Finanzmarktkrise, deswegen rechnet die Agentur mit kurz- bis mittelfristigen Verbesserungen bei der bankinternen Risikosteuerung.

Unter den von Moody’s analysierten 35 internationalen Großbanken befanden sich auch die Commerzbank und die Deutsche Bank. Die beiden Institute schnitten dabei „vergleichsweise gut ab“, berichtet die Börsen-Zeitung. Hier gebe es sowohl ein Risikokomitee als auch einen CRO, der dem Executive Committee angehört. Die Ratingagentur hat auch den Turnus der Treffen der jeweiligen Risikokomitees mit in seine Analyse einbezogen. Das Commerzbank-Gremium tritt nach Ansicht von Moody’s mit vier Treffen zu selten im Jahr zusammen. „Mindestens sechs wären notwendig“, gibt die Börsen-Zeitung die Studie wieder. „Bei der Deutschen Bank finden acht Treffen statt“, merkt das Blatt weiter an.

 


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