Beiträge zum Stichwort ‘ Bad Bank ’

Milliardenrisiken in den Bad Banks deutscher Banken

9. Juli 2013 | Von | Kategorie: Top News

Das „Handelsblatt“ warnt in einem Grundsatzbeitrag vor den milliardenschweren „Altlasten“, die in den Bad Banks hiesiger Banken schlummerten.
Zwar seien viele toxische Papiere bereits abgeschrieben. Dennoch werde die Europäische Zentralbank (EZB) die Institute im Rahmen ihres künftigen Aufsichtsmandats genau prüfen, heißt es. Insgesamt summierten sich die Altlasten in den Bad Banks (u.a. der Deutschen Bank, der Landesbank Baden-Württemberg und der BayernLB) auf rund 350 Mrd. Euro, schreibt das Blatt an anderer Stelle. Diese Geldhäuser hätten sich entschlossen, toxische Wertpapiere und Geschäfte, die sie loswerden wollen, nicht massiv abzuschreiben, sondern in der Bilanz zu lassen und in eine Bad Bank auszulagern. Die Tatsache, dass die hiesigen Banken doe problematischen Wertpapiere und Geschäfte, die sie loswerden wollen, nicht drastisch abschreiben, sei dem Autor zufolge ein Indiz…



Angst vor Kreditklemme löst bei Politikern Aktionismus aus

6. Juli 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers4Offenbar schon in Vorausblick auf den anstehenden Wahlkampf, schießt sich die Politik unter dem Schlagwort Kreditklemme auf die Finanzinstitute ein.
Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) und Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) forderten die Banken eindringlich auf, mehr Kredite an Unternehmen zu vergeben. Auch Bundespräsident Horst Köhler schloss sich dem Appell an. Steinbrück drohte in einem Interview der „Bild am Sonntag“ mit noch nie „da gewesenen Maßnahmen“, sollte es in der zweiten Jahreshälfte zu einer Kreditklemme kommen. Die Financial Times Deutschland titelt daher: „Bund erpresst Banken.“ In Bankenkreisen wurde die Androhung von Zwang mit Achselzucken registriert, berichtet das Handelsblatt. „Ich habe keine Ahnung, was das sein soll“, wird ein Banker zitiert…



Basel II gerät unter heftigen Beschuss / Österreich will Eigenkapitalregeln abschwächen

25. Juni 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers11Die Forderung von Wirtschaftsverbänden und des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) nach einer Aussetzung der Basel II-Eigenkapitalvorschriften, wird aktuell von vielen Berichterstattern aufgegriffen.
„Die Schutzvorschriften werden zur Gefahr“, heißt es bei „Spiegel Online“ unter Verweis auf die IfW-Einschätzung, wonach die Regeln den Rückweg zu der Stabilität verbauen würden. Aufgrund seiner prozyklischen Wirkung sei Basel II eine konjunkturpolitische Gefahr. „Im Boom hätten Unternehmen eine hohe Bonität, und Banken bräuchten Kredite an Unternehmen nur mit wenig Eigenkapital abzusichern. Im Abschwung aber verschlechtere sich die Bonität, und die Banken müssten die Eigenkapitalabsicherung erhöhen“, fasst die Börsen-Zeitung zusammen. Das Institut verweist zudem auf die Bemühungen der…



Bad-Bank-Modell könnte in weiterer Bilanzverlängerung münden

17. Juni 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers13Dorothea Schäfer und Klaus Zimmermann vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) äußern sich in einem Gastkommentar für das Handelsblatt kritisch zum Bad-Bank-Modell der Bundesregierung.
Für die Autoren hat es den Anschein, „als wollten sich die Politiker um jeden Preis um den notwendigen klaren Schnitt und eine transparente Bereinigung der Bankbilanzen herumdrücken“. „Anstatt auf Zuführung frischen Kapitals setzt der Bad-Bank-Plan der Bundesregierung lediglich auf Freisetzung des vorhandenen, aber bislang in den toxischen Papieren gebundenen Eigenkapitals“, so die Analyse. Es sei fraglich, ob mit diesem Ansatz die Kreditvergabe der Banken wieder angekurbelt werden kann. Kredite müssten auch finanziert werden – hier zeige das…



Weber verteidigt Bad-Bank-Modell und begrüßt “europäischen Rat für Systemrisiken”

11. Juni 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers13Bundesbank-Präsident Axel Weber hat auf den Bankentag der Financial Times Deutschland das in die Kritik geratene Bad-Bank-Modell der Bundesregierung verteidigt.
Der dabei geplante sofortige Risikoabschlag bei der Auslagerung toxischer Anlagen müsse nur von Banken mit einer Kernkapitalquote von mehr als sieben Prozent gezahlt werden. Weber bezeichnete dieses Vorgehen als bewusst gesetzten „negativen Anreiz“ für diese Institute. Es könne nicht darum gehen, „gesunde Banken“ mit Steuergeldern zu subventionieren. Der Bundesbank-Chef verwies an diesem Punkt darauf, dass die EU-Kommission diese Kernkapitalquote als Grenze festgesetzt habe, um zu entscheiden, welche Institute als gesund einzuschätzen sind. Weber räumte in seiner Rede vor dem Bankentag…



Neue Aufsichtskompetenzen am Horizont: Bundesbank-Präsident läuft sich warm

19. Mai 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers4Vor dem Hintergund der Finanzmarktkrise entwickelt sich eine Debatte, inwiefern das System der deutschen Finanzaufsicht neu ausgerichtet werden muss. Klar scheint, dass es zu einer Kompetenzverschiebung zwischen der Bundesbank und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) kommen wird.
Im Gespräch mit dem Handelsblatt betont der finanzpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Otto Bernhardt, dass sich weder die BaFin noch die Bundesbank in der Finanzmarktkrise mit Ruhm bekleckert hätten. „Keiner von beiden hat rechtzeitig etwas bemerkt. Und jetzt wissen beide, woran es gelegen hat“, zitiert das Blatt den Finanzexperten der Union. Er spricht sich prinzipiell für eine stärkere Konzentration…



“Gigantischer Bilanzierungstrick” und “Antiklimax” – Experten kritisieren deutsches “Bad Bank”-Konstrukt

18. Mai 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers7Das vergangene Woche von der Bundesregierung beschlossene Modell zur Entsorgung toxischer Wertpapiere in so genannte “Bad Banks” stößt nach genauerer Detail-Analyse auf die Kritik von Experten und Kommentatoren.
In seiner Kolumne für die heutige “Financial Times” erkennt der Finanzexperte Wolfgang Münchau in dem Plan der Regierung einen “gigantischen Bilanzierungstrick”, der die deutschen Banken letztendlich nicht entlasten könne. Die Regelungen könnten aufgrund der steuerzahlerfreundlichen Gebührenstruktur die Rekapitalisierung der Institute behindern. Zwar garantiere der Staat für die problematischen Assets, doch die Banken seien an den Verlusten einer etwaigen Veräußerung beteiligt und müssten…



„Bad Bank“-Pläne entfachen breite Debatte / Preisfindung für toxische Wertpapiere entscheidend

11. Mai 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers13Im Zuge der aktuellen Planungen des Bundesfinanzministeriums und des Wirtschaftsressorts zur Einrichtung eines Systems so genannter „Bad Banks“, haben sich Experten mit deutlicher Kritik zu Wort gemeldet.
Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet in seiner aktuellen Ausgabe, dass sich die Ministerien mit der EU-Kommission darauf geeinigt hätten, dass die an die „Bad Bank“ ausgelagerten toxischen Assets von den Banken mit einem Anteil von 10 Prozent an den Staat zurückgezahlt werden müssen. Das macht nach Meinung der Experten eine Auslagerung praktisch unmöglich. Angeführt wird das Beispiel der Commerzbank, die bei einer Übergabe ihrer problematischen Wertpapiere (Volumen 55 Mrd. Euro) mit einer Belastung von…



SoFFin/Stratthaus: Dilemma zwischen Bilanzierung und Basel II

29. Januar 2009 | Von | Kategorie: Basel III, Regulierung

Im Interview der „Rhein-Neckar-Zeitung“ äußert sich das Mitglied im Leitungsgremium des Rettungsfonds SoFFin, Gerhard Stratthaus, zu den Hintergründen der Diskussion um eine so genannte „Bad Bank“. „Wir werden eine Möglichkeit brauchen, wie die toxischen Wertpapiere in ihrer negativen Wirkung zumindest zeitlich verzögert werden“, meint Stratthaus. Nach den neuen Bewertungsrichtlinien müssten die Papiere zum jeweiligen Marktpreis [...]