Beiträge zum Stichwort ‘ Bail-In ’

Neue Abwicklungsregeln lasten auf Bonität der Banken

2. Juli 2013 | Von | Kategorie: Regulierung

BankenNach den Plänen der EU-Finanzminister müssen die Inhaber unbesicherter Bankanleihen künftig in Rettungsfällen haften.
Die Ratingagentur Moody’s wertet die Einigung als negativ für Gläubiger. Das bedeute, dass die Ratings europäischer Banken aufgrund des höheren Ausfallrisikos sinken und sich damit deren Finanzierungskosten erhöhen können. Denn die Annahme, dass die Staaten für systemrelevante Banken im Notfall haften, hebe die Einschätzung der Kreditwürdigkeit um einige Ratingstufen an. Mit Blick auf die anstehenden Gesetzesvorlagen zur Bankenabwicklung von EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier erwartet die „Börsen-Zeitung“ derweil für den 10.7. deren Publikation. Ursprünglich sei dem Bericht zufolge vorgesehen gewesen, dass Barnier seine Initiative bereits vor dem Finanzministertreffen am 9. Juli präsentiere, damit bei der Sitzung bereits eine erste ministerielle Befassung…



Wenig Begeisterung für EU-Kompromiss zur Bankenrettung

28. Juni 2013 | Von | Kategorie: Top News

BankenrettungZentrales Thema der heutigen Kommentarspalten ist die Donnerstag Nacht gefundene Einigung der EU-Finanzminister zur künftigen Abwicklung von Krisenbanken.
Konkret haben die EU-Finanzminister (Ecofin) beschlossen, Steuerzahler künftig nur noch in Ausnahmefällen zu belasten. Auf ihrer Titelseite konstatiert die „Süddeutsche Zeitung“ prominent: „Aktionäre und Sparer haften bei Bankenpleite“. Das Blatt verweist dabei auf die von den Ministern vorgegebene Haftungspyramide, der nach zuerst die Anteilseigner einer schiefliegenden Bank, danach die Gläubiger und die Inhaber von Sparguthaben mit mehr als 100.000 Euro für deren Verluste haften müssen. Jedoch gebe es Ausnahmen. So würden ausgewählte Verbindlichkeiten (z.B. Pfandbriefe, Pensionsansprüche der Bankmitarbeiter)…



Sorgen um Rettungsfonds ESM

26. Juni 2013 | Von | Kategorie: Top News

Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet kritisch über die tatsächliche Schlagkraft des Europäischen Rettungsfonds ESM.
Im Prolog des Beitrags heißt es hierzu: „Der Europäische Rettungsfonds ESM soll notleidenden Banken auch direkt helfen. Das erweist sich nun als ein gewaltiges Problem, weil es viel Kapital bindet – am Ende könnte dem Fonds das Geld fehlen, um Staaten zu retten.“ Zudem sei die Konstruktion aus Sicht des Steuerzahlers kritisch zu sehen: „Denn was die Finanzminister in Luxemburg zur Rekapitalisierung der Banken beschlossen haben, ist für den Steuerzahler ganz besonders risikoreich. Der ESM leiht den kranken, aber sanierungsfähigen Banken nicht bloß Geld. Sondern der Rettungsfonds erwirbt faktisch Anteile an diesen Banken. Dem ESM – und damit letztlich den Bürgern der Euro-Länder – gehören also am Ende womöglich Banken in Griechenland, Spanien oder Zypern.“ Zur Wahrheit…



EU-Bankenabwicklung nimmt Form an

6. Juni 2013 | Von | Kategorie: Top News

Die überall in Europa auf allen politischen und aufsichtrechtlichen Instanzen diskutierten Änderungen der Rettungsmodalitäten von Banken ist medial weiterhin stark präsent:
Laut einem Bericht der „Börsen-Zeitung“ haben die EU-Kommissare das generelle Konzept des für den Binnenmarkt zuständigen Kommissars Michel Barnier für einen einheitlichen europäischen Mechanismus zur Abwicklung maroder Banken abgenickt. „In einer Orientierungsdebatte gab es dem Vernehmen nach keine grundsätzlichen Einwände“, schreibt die „Börsen-Zeitung“. Zu den großen, innerhalb der EU-Kommission unstrittigen Linien zähle „die Vorstellung, dass ein europaweiter Fonds aufgebaut wird, der im Notfall dazu beiträgt, Kosten einer Abwicklung – etwa die Finanzierung einer Bad Bank oder die Sicherung von Liquidität – zu übernehmen.“ Das geplante Abwicklungsgremium soll sich laut dem Blatt am analogen Gremium der EU-Aufsicht orientieren. Zudem sollen Vertreter der nationalen…



Unterschiedliche Vorstellungen zur Bankenunion

21. Mai 2013 | Von | Kategorie: Regulierung

In einem Kommentar analysiert die „Börsen-Zeitung“ die unterschiedlichen Vorstellungen zwischen der Bundesregierung und den Euro-Partnern bei der Ausgestaltung einer neuen Bankenregulierung in Europa. Nach Ansicht des Autors täuscht der Eindruck, dass Berlin die Bankenunion ausbremsen wolle: Vielmehr sei die divergierende Zeitagenda Beleg für grundverschiedene Vorstellungen der Beteiligten. Während es den südeuropäischen Ländern bei der Implementierung [...]