Beiträge zum Stichwort ‘ Basel I ’

Trittin fordert harte Verschuldungsgrenze für Banken

6. September 2013 | Von | Kategorie: Top News

In einem Gastbeitrag für die „Börsen-Zeitung“ fordert Jürgen Trittin, Spitzenkandidat von Partei Bündnis 90/ Die Grünen, einfachere Regeln in der Bankenregulierung sowie zudem die Einführung einer verbindlichen Leverage Ratio.
Trittin wirft dabei einigen Banken, zuvorderst der Deutschen Bank, vor, ihr Kapital schönzurechnen: „Während also weltweit Regulatoren kritischer gegenüber den niedrigen bankeigenen Eigenkapitalanforderungen auftreten, lässt die Finanzaufsicht BaFin bei der Deutschen Bank eine noch stärkere Schönrechnerei zu.“ Dabei habe die Deutsche Bank schon im September 2012 das zweitniedrigste Ergebnis bei der RWA/Total Assets-Quote gehabt. Nur eine Bank, die UBS, hätte sich ihre Risiken noch weiter heruntergerechnet, so der Grünen-Politiker. Trittin weiter: „Ich habe eine wichtige Lehre aus der Finanzkrise gezogen: Wer im Zweifelsfall mit seiner Stimme…



Blaupause für Basel IV setzt auf strikte Verschuldungsgrenze für Banken

3. September 2012 | Von | Kategorie: Top News

basel4Im Rahmen des Notenbanker-Treffens von Jackson Hole haben zwei führende Köpfe der Bank of England (BoE) einen Ausblick auf die künftige Regulierung von Banken gegeben und damit ihre Blaupause für ein Regelwerk Basel IV präsentiert.
Andrew Haldane, der bei der Bank of England für Finanzstabilität verantwortliche Exekutivdirektor, und der BoE-Ökonom Vasileios Madouros unterziehen dabei das seit 1988 weiterentwickelte Eigenkapital- und Liquiditätsregelwerk für Banken (Basel I bis III) einer kritischen Überprüfung. So seien die Regeln nachlaufend zu den immer komplexer werdenden Finanzmärkten immer komplexer ausformuliert worden – eine Entwicklung in die falsche Richtung, monieren die Autoren. Besonders kritisch wird dabei die unter Basel II möglich gewordene…



Basel III: BaFin-Chef und Banken wollen Leverage Ratio kippen

12. November 2010 | Von | Kategorie: Top News

leverageratioDie im heute von den Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten verabschiedeten Eigenkapitalregelwerk Basel III verankerte feste Verschuldungsquote stößt bei den deutschen Banken weiter auf Widerstand.
Obwohl die Leverage Ratio im Baseler Ausschuss gegenüber den ursprünglichen Plänen entschärft wurde und bis 2018 nur als unverbindliche Beobachtungsgröße wirkt, springt BaFin-Chef Jochen Sanio den Banken in ihrer Argumentation erneut bei. Im Interview mit der bankennahen Börsen-Zeitung wird Sanio gefragt, ob diese feste Verschuldungsquote nicht eher ein Rückschritt in die Zeit vor Basel I sei. Der Aufseher antwortet: „Die Leverage Ratio ist in der Tat ein archaisches Mittel, konzipiert als eine Art Notbremse für den Fall, dass der risikosensitive Ansatz…



Soros sieht Fehler im Baseler Regelwerk

30. Oktober 2009 | Von | Kategorie: Basel III

In einem Gastbeitrag für Financial Times Deutschland beschreibt der renommierte Investor George Soros die Notwendigkeit einer harten Regulierung des Bankensektors – „von Verschuldungsgrenzen bis hin zur Zerschlagung von Banken“. Jedoch sollte mit einer Umsetzung bis zur Genesung der Finanzinstitute gewartet werden. In seiner Analyse beschreibt Soros u.a. Fehler in den Baseler Eigenkapitalakkorden. „Sie attestieren Wertpapieren [...]



Bankenregulierung: Aufsicht und Finanzinstitute verdeutlichen ihre Positionen

14. Oktober 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers13BaFin-Präsident Jochen Sanio hat im Rahmen des 63. Deutschen Betriebswirtschafter-Tags verdeutlicht, dass er sich für eine Anerkennung stiller Einlagen als Kernkapital für Banken einsetzen werde.
Eine Neudefinition der Kernkapitalquote im Regelwerk von Basel II, die nur Stammaktien mit Stimmrechten gelten lasse, sei „aus deutscher Sicht unerwünscht, ja inakzeptabel“, erklärte er. „Die deutschen stillen Einlagen würden dabei über die Klinge springen. Das können wir nicht hinnehmen.“ Es werde jedoch international immer schwieriger, derartige deutsche Spezialitäten durchzusetzen. „Wir werden künftig noch häufiger kämpfen müssen.“ Dennoch müsse die problematische Kernkapitaldefinition bei der Überarbeitung von Basel II adressiert werden…



Bundesbank-Vize sieht Spielraum für antizyklische Elemente bei nationaler Basel II-Umsetzung

2. Oktober 2009 | Von | Kategorie: Top News

boezIm Interview mit der Börsen-Zeitung warnt der Bundesbank-Vize Franz-Christoph Zeitler vor einer Rückkehr zum Eigenkapitalakkord Basel I in Reaktion auf die kritischen, prozyklischen Wirkungen von Basel II.
„Eine Rückkehr zu Basel I würde die unterschiedlichen Risiken von Bankgeschäften genauso vernachlässigen wie außerbilanzielle Positionen“, so seine Aussage. Zudem stünde ein solcher Schritt konträr zu den jüngsten Beschlüssen des G20-Gipfels, die eine vollständige internationale Implementierung von Basel II bis Anfang 2011 vorsehen. Zeitler verweist zudem auf die Reformanstrengungen des Baseler Ausschusses, der die „Fehlstellen“ im Regelwerk adressiert habe. Als Stichworte nennt der Bundesbank-Vize die Unterlegung des Handelsbuchs und abstrakte Verbriefungen. Die Börsen-Zeitung hakt im Interview mit Zeitler am Punkt…



Risiko-Expertin plädiert für faire Bewertung der Basel II-Eigenkapitalregeln

25. August 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers_ambaIn einem ausführlichen Beitrag für das Branchenblatt „American Banker“ versucht Karen Shaw Petrou, Managing Partner bei Federal Financial Analytics Inc., die weit verbreitete Kritik an den Basel II-Eigenkapitalregeln zu relativieren – entsprechend verfasst sie ihren Beitrag unter dem Titel „Don’t Blame the Whole Mess on Basel II“.
Zwar sei der Eigenkapitalakkord sicherlich nicht perfekt, aber die Expertin gibt zu bedenken, dass Basel II in der EU vor 2007 nicht in Kraft getreten sei und auch in den USA nur bei wenigen Instituten vor der Subprime- und der folgenden Finanzmarktkrise angewendet wurde. Daher ihr Fazit: „Der eigentliche Fehler von Basel II ist in der Tatsache zu sehen, dass sein Vorgänger Basel I viel zu lange angewandt wurde.“ Bereits im Jahr des Inkrafttretens von Basel I (1988) hätten die Banken erkannt…



BIZ-Chefökonom kommentiert ergänzende Leverage Ratio positiv

28. Juli 2009 | Von | Kategorie: Regulierung

Der Chefökonom der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), William White, äußert sich im Interview mit der „NZZ am Sonntag“ zu den Ursachen der Finanzkrise und nimmt dabei das Basel II-Regelwerk vor überzogener Kritik in Schutz. „Diese ganze Krise ist nicht unter Basel II entstanden, sondern unter Basel I. Basel II ist so aufgebaut, dass jene [...]



Finanzplatz lehnt Instrument einer “Leverage Ratio” kategorisch ab

13. Juli 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers_messBei der Vorstellung des aktuellen Berichts der Initiative Finanzstandort Deutschland (IFD) haben die federführenden Chefvolkswirte verschiedener deutscher Banken, effektive Maßnahmen zur Dämpfung der prozyklischen Entwicklungen des Finanzsystems eingefordert.
Aus diesem Grund plädiere die IFD dafür, die Bilanzierung zum Zeitwert nur dort zu verlangen, wo es sinnvoll sei, betonte der Chefvolkswirt der DekaBank, Ulrich Kater. Die Fair-Value-Bilanzierung sei bei langfristig ausgerichteten Positionen der Banken nicht unbedingt nötig. Auch beim Thema Basel II erwarte man eine „Weiterentwicklung“. Zuvor sollte jedoch eine Analyse der Wirkungszusammenhänge vorgenommen werden, wird Kater von der Börsen-Zeitung wiedergegeben. Die IFD verweist hierbei ausdrücklich auch auf die Systematik des „dynamic provisioning“…



Ackermann formuliert Agenda zur Finanzmarktregulierung

24. Juni 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers15In einem Gastbeitrag für die heutige Ausgabe der „Neuen Zürcher Zeitung“ versucht Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann Ansatzpunkte aufzuzeigen, die beim Wiederaufbau des internationalen Finanzsystems adressiert werden müssen.
„Für ihn ist eines eindeutig: International integrierte Finanzmärkte lassen sich mit nationalen Aufsichtsstrukturen nicht vereinbaren“, fasst die NZZ zusammen. Der Bankchef plädiert dabei für eine ganzheitliche Herangehensweise, die auch den Rückgriff auf bewährte Mechanismen beinhalten sollte. Demnach sollten die Grundsätze der Finanzmarktregulierung bewahrt werden. „Dazu zählen die weltweite Angleichung der Finanzmarktregulierung, der Grundsatz einer evidenzbasierten Regulierung und der Grundsatz eines prinzipienbasierten Regulierungsansatzes“, erklärt Ackermann. Eine Rückkehr zu einer vereinfachten…