Beiträge zum Stichwort ‘ Basel I ’

Baseler Ausschuss erwägt deutliche Erhöhung der Mindestkapitalanforderungen für Banken

6. Mai 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers_messDie derzeit beim Baseler Ausschuss in Bearbeitung befindliche Modifikation der Basel II-Eigenkapitalregeln könnte in deutlich höheren Mindestkapitalanforderungen für Banken münden.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters heute berichtet, hat sich der Vorsitzende des Gremiums und Gouverneur der niederländischen Notenbank, Nout Wellink, auf einer Pressekonferenz in Kuala Lumpur dahingehend geäußert, dass sich die Mindestquote um „einige Prozentpunkte“ erhöhen könnte. Man habe diese schärferen Anforderungen aber noch nicht im Detail diskutiert. Der Ausschuss-Vorsitzende merkte dazu jedoch an, dass ein Ausbau der Kapitalpuffer nur nach Überwindung der aktuellen Finanzkrise darstellbar sei. Auch die Ergänzung von Basel II um eine feste Verschuldungsgrenze (Leverage Ratio) befindet sich…



Ifo-Chef: „Basel II ist ein sehr lasches Regulierungssystem“

5. Mai 2009 | Von | Kategorie: Basel III

papers_euramsDer Chef des Münchner Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, meldet sich erneut mit seiner Analyse zu den Ursachen der Finanzmarktkrise zu Wort.
Im Interview mit dem „Euro am Sonntag“ kritisiert er zum wiederholten Male die Eigenkapitalregeln für Banken. „[...] Basel II ist ein sehr lasches Regulierungssystem, das es den Banken ermöglicht, mit einem Minimum an Eigenkapital ihr Geschäft zu machen. Da fällt man bei der leisesten Krise um oder fängt an zu zocken, weil man ja nicht viel zu verlieren hat“, so das Urteil von Sinn. Es müsse hier ein komplett neues System implementiert werden. „Selbst Basel I war besser als Basel II [...]“, vergleicht der…



„Die Zeit“ mit Ausblick zum G20-Gipfel: „Utopie von der vollendeten Gemeinsamkeit“

27. März 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers7„Wenn Amerika nicht mitmacht, kann Europa seine Finanzmärkte auch allein regeln“, so die Einschätzung der Wochenzeitung „Die Zeit“.
Zur Not können die Europäer auch allein vorschreiben, dass jedes neue Finanzinstrument der Banker öffentlich geprüft wird. In dem Zusammenhang wird davor gewarnt, sich der „Utopie von der vollendeten Gemeinsamkeit“ zwischen den USA und Europa hinzugeben, denn dann würde „nur der Frust folgen.“ Selbst wenn alle großen Länder dasselbe wollten, könne es doch das Falsche sein, mahnt „Die Zeit“. Dabei verweist das Blatt auf das Baseler Eigenkapitalregelwerk und blickt auf dessen Evolution zurück: „So hatte die Welt sich schon vor der Krise auf die Basel I und Basel II genannten Bankenregeln verständigt. Doch so gut…



“Prozyklik spielt sich in der Bestandmasse Eigenkapital ab”

20. März 2009 | Von | Kategorie: Basel III

Gerhard Wildmoser, Geschäftsführer von Wildmoser/Koch & Partner Rechtsanwälte, mahnt in einem Beitrag für das „Wirtschaftsblatt“ eine zügige Überarbeitung der internationalen Finanzmarktregulierung an. Die Lage der Banken und damit des „Blutkreislaufes“ der Wirtschaft sei aufgrund der bisher bestehenden Regularien einer enormen Prozyklizität ausgeliefert, deren Wirkung sich in steigendem Maße zeigen werde. „Schlechte Konjunkturentwicklungen hatten stets die [...]



Bankenanalyst: Erfassung der Risikoaktiva ist großes Problem

6. Februar 2009 | Von | Kategorie: Riskmanagement, Top News

papers2Dieter Hein, Bankenanalyst bei Fairesearch, geht nach Bericht der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” davon aus, dass die Auswirkungen der Finanzkrise nur die erste Welle der Gesamtbelastungen für die Kreditwirtschaft darstellen.

Die aktuell erhobenen Forderungen nach einer höheren Eigenkapitalunterlegung der Banken setzen seiner Ansicht nach an der falschen Stelle an. Das viel größere Problem ist für Hein die Erfassung der Risikoaktiva. Am Beispiel der UBS beschreibt der Analyst die trügerische Sicherheit, die von der Kernkapitalquote ausgehen kann. Trotz einer Tier 1-Ratio von 12 Prozent sei die Bank in Schieflage geraten und habe um staatliche Hilfen in Anspruch nehmen müssen. „Das zeigt, dass hohe Kapitalquoten nicht helfen“, betont Hein. Seiner Meinung nach, ist die Risikoerfassung mittels der Basel II-Eigenkapitalregeln falsch.



FSA-Chairman fordert Reform des „originate and distribute“-Modells

22. Januar 2009 | Von | Kategorie: Basel III, Regulierung

papers7Die Nachrichtenagentur Reuters analysiert die durch die FSA möglich gemachte Option der flexibleren Erhebung der Kernkapitalquote bei britischen Banken. In diesem Zusammenhang äußerte sich der FSA-Chairman Adair Turner in einem Redebeitrag dahingehend, dass man von den Banken nicht erwarte, dass sie ihr „originate and distribute“-Modell abschaffen – jedoch sollte es einer Reform unterzogen werden. „Watchdogs across the globe are pondering capital cushions after banks took heavy hits in the crisis, despite such securitisation programmes“, merkt Reuters abschließend an.