Beiträge zum Stichwort ‘ Charlie McCreevy ’

Taucht Deutschland in der Regulierungsdebatte ab?

15. Januar 2010 | Von | Kategorie: Top News

aufsichtkurveUnter dem fordernden Titel „Jetzt oder nie“ kritisiert „Die Zeit“ die zögerlichen Bemühungen der Bundesregierung in Sachen Bankenregulierung.
So gebe es in den USA und Großbritannien unter Regierungsbeamten das ernsthafte Interesse, die Finanzregulierung neu auszurichten – trotz aller protektionistischen Tendenzen für den eigenen Finanzplatz. Deutsche Stimmen seien in der internationalen Regulierungsdebatte hingegen eher selten zu vernehmen. Einerseits sei dies in den inhaltlichen Diskrepanzen der schwarz-gelben Koalition begründet (Stichwort Finanztransaktionssteuer) – andererseits würden sich nur wenige deutsche Ökonomen mit „internationalen Finanzfragen“ befassen. Nach Meinung der „Zeit“ dürfe man bei diesem Thema jedoch nicht ins Hintertreffen geraten. Die Leitlinien einer „klugen Regulierung“ seien schon jetzt klar…



Brüssel verschiebt Einführung einer “Leverage Ratio” ins Jahr 2010

31. Juli 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers13Die EU-Kommission rudert bei der Verschärfung der Eigenkapitalregeln für Banken zurück.
Entgegen seiner jüngsten Ankündigung (vgl. RMRG vom 14.7.) sieht EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy einem Bericht der Financial Times Deutschland zufolge nun davon ab, bei der anstehenden Reform der EU-Eigenkapitalregeln für Banken (CRD) im Herbst eine feste Obergrenze für die Bilanzsumme im Verhältnis zum Eigenkapital (Leverage Ratio) vorzugeben. „Es gibt viel Widerstand von Regierungen, die keine feste Quote haben wollen“, wird ein Beteiligter aus dem Umfeld der Brüsseler Behörde von der FTD zitiert. Auch Deutschland sei bisher dagegen. So hatten sich führende Branchenvertreter, wie Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann und das Vorstandsmitglied des…



Streit um Selbstbehalt bei Verbriefungen: EU-Parlament stoppt Verabschiedung der Eigenkapitalregeln

17. April 2009 | Von | Kategorie: Regulierung

papers4Gestrige Medienberichte gaben sich noch zuversichtlich, dass es bei der Neuregelung der Eigenkapitalregelungen für Banken auf EU-Ebene zu einem zeitnahen Kompromiss kommen könnte. Die heutige Berichterstattung der Wirtschaftspresse lässt jedoch neues Konfliktpotenzial erkennen.
„Eigentlich wollte das Europaparlament den Entwurf nächste Woche absegnen, doch nun verschwand er plötzlich von der Tagesordnung“, berichtet das Handelsblatt. Als Grund sieht das Blatt den parteiübergreifend Protest gegen die – nach Auffassung vieler Abgeordneter unzureichende – Risikovorsorge der Banken bei Kreditverbriefungen. Auch die Financial Times Deutschland konstatiert: „EU zankt erneut um Finanzgesetze.“ Abgeordnete der konservativen EVP-Fraktion würden auf einen…



Frage nach CDS-Clearing bleibt weiter unbeantwortet – Studie analysiert zentrale Abwicklung

6. April 2009 | Von | Kategorie: Top News

cdsEin zentrales Clearing von Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps – CDS) gilt als ein Mittel zur Wiederherstellung des Vertrauens am Finanzmarkt.
Im Vorfeld des G20-Gipfels vom vergangenen Wochenende gab es von Expertenseite erneut Forderungen, auch diese Thematik auf die Agenda des Londoner Treffens zu setzen. Doch im sehr allgemein gehaltenen Abschlusspapier finden sich dazu keine Anmerkungen. So hatte Prof. Dr. Paul J.J. Welfens, Präsident des Europäischen Instituts für Internationale Wirtschaftsbeziehungen (EIIW) an der Bergischen Universität Wuppertal, jüngst gemahnt: “Ein ernstes Problem ist, dass viele Banken sich Kreditversicherungspolicen für Kreditportfolios bzw. Verbriefungsprodukte gekauft haben und diese…



Selbstbehalt bei Verbriefungen wird zum Konfliktpunkt

11. März 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers4Der Wirtschaftsausschuss im Europaparlament hat die von der EU-Kommission vorgelegten Pläne zur Verschärfung der Eigenkapitalregeln für Banken (CRD/Basel II) durchgewunken.
Nach Ansicht der Financial Times Deutschland wurden die Neuregelungen jedoch an einem Punkt überraschenderweise abgemildert. Ursprünglich hatte EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy bei der Verbriefung von Kreditforderungen durch Banken einen Selbstbehalt von 5 Prozent vorgesehen. Auf Druck des schottischen EU-Parlamentariers John Purvis sei hier den Finanzinstituten eine Alternative eingeräumt worden, berichtet die FTD. Demnach soll es auch ausreichend sein, wenn die Bank eine Garantieerklärung abgibt, dass sie die verbrieften Darlehen und den Kreditnehmer ordentlich…



McCreevy will Balance zwischen Regulierung und Freiheiten

25. Februar 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers5„Die heutigen europäischen und internationalen Regelwerke zur Rechnungslegung und zu den Kapitalanforderungen [...] haben die Unruhe auf den Märkten noch verschlimmert“, so die kritische Analyse des EU-Binnenmarktkommissars Charlie McCreevy in einem Gastbeitrag für die Financial Times Deutschland.
Prinzipien wie „mark-to-market“ wirkten prozyklisch und seien somit ökonomisch schädlich. Der Ire plädiert hier für eine Flexibilisierung der Regularien und wirbt erneut für das Modell des „dynamic provisioning“ bei der Risikovorsorge der Finanzinstitute. „Sowohl makro- wie auch mikroökonomisch ist ein System sinnvoll, bei dem Banken in guten Zeiten größere Polster anlegen müssen, die sie in schlechten Zeiten aufzehren können“, so seine Begründung.



Finanzbranche will zentrales CDS-Clearing selbst implementieren

20. Februar 2009 | Von | Kategorie: Regulierung

Die europäische Finanzbranche will mit einer Selbstverpflichtung zur Installierung eines zentralen Clearings von Kreditausfallversicherungen (CDS – Credit Default Swaps) eine bereits angedachte gesetzliche Regulierung seitens der EU abwenden. Der internationale Derivateverband ISDA hat nach Bericht der heutigen “Börsen-Zeitung” mitgeteilt, dass sich neun führende Akteure, darunter Credit Suisse, Deutsche Bank, UBS und Barclays, zum zentralen Clearing [...]



Neues Baseler Regelwerk nimmt Gestalt an / Pläne für zentrales CDS-Clearing

19. Januar 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers3Am vergangenen Wochenende hat sich der Nebel, der den Blick auf mögliche Änderungen am Basel II-Eigenkapitalregelwerk für Banken bislang verstellte, nun teilweise gelichtet. Bereits am Freitag Abend veröffentlichte der Baseler Ausschuss drei Konsultationspapiere zum Umbau von Basel II. Derweil gibt es seitens der EU Anzeichen, wonach man die Modifikation der Eigenkapitalregeln nutzen will, um ein zentrales Clearing für Credit Default Swaps zu installieren. Die FAZ Sonntagszeitung bringt außerdem den Vorschlag des Sachverständigenrats der Bundesregierung zur Einführung einer Leverage Ratio als Ergänzung zu Basel II wieder auf die Agenda. Wir fassen die aktuellen Entwicklungen detailliert zusammen: