Beiträge zum Stichwort ‘ Erkki Liikanen ’

Grünes Licht für Trennbankengesetz

16. Mai 2013 | Von | Kategorie: Top News

Basel IIIDer Finanzausschuss des Bundestags hat gestern grünes Licht für das „Gesetz zur Abschirmung von Risiken und zur Planung der Sanierung und Abwicklung von Kreditinstituten und Finanzgruppen“ gegeben.
Wie das „Handelsblatt“ berichtet, sehe Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble das Gesetz jedoch nicht als Angriff auf das deutsche Universalbankensystem, das sich über Jahrzehnte bewährt habe. Aber angesichts immer komplexerer Finanzprodukte sei es sinnvoll, Risiken aus Handelsgeschäften vom Einlagen- und Kreditgeschäft der Banken abzutrennen und in ein eigenes Finanzhandelsinstitut zu überfuhren. Mit dem Gesetz, so heißt es in dem Beitrag weiter, orientiert sich die Bundesregierung an den Vorschlägen der sogenannten Liikanen-Gruppe. Allerdings sei die Koalition den Banken in wesentlichen Punkten entgegengekommen. Während Liikanen dafür plädiert hatte, auch das sogenannte Market Making auszugliedern (darunter versteht man…



Wirtschaftsweiser Bofinger plädiert für härtere Bankenregulierung

13. Mai 2013 | Von | Kategorie: Top News

SystemrelevanzGegenüber dem „Deutschlandfunk“ hat der Wirtschaftsweise Peter Bofinger kritisiert, dass große Banken im Zweifelsfall immer noch durch den Steuerzahler gerettet werden müssten.
„Nach wie vor haben wir das Problem, dass große Banken so groß sind, dass sie im Zweifel, wenn es ihnen schlecht geht, vom Steuerzahler, von den Staaten gerettet werden müssen“, so der Wirtschaftsweise. Durch die bestehende „too big to fail“-Problematik würden die Staaten nach wie vor erpressbar durch die Banken bleiben. Eine Risikoreduzierung durch eine höhere Eigenkapitalquote der Banken lehnte Bofinger aber ab, weil so weniger Kredite vergeben werden könnten. „Dann schüttet man das Kind mit der Badewanne aus”, betonte der Wirtschaftsexperte. Auch ein Kommentar der heutigen „Süddeutsche Zeitung“ zieht in Zweifel, dass mit den bisherigen Regulierungsmaßnahmen…



Hessen fordert Fingerspitzengefühl bei Bankenregulierung

13. November 2012 | Von | Kategorie: Regulierung

Der hessische Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) nimmt in einem Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ Stellung zur laufenden Debatte um die Einführung einer Trennbanken-Systematik.
Schäfer bezeichnet die jüngst von der EU-Expertengruppe um den finnischen Notenbanker Erkki Liikanen vorgelegten Pläne zur bankinternen Abtrennung von Einlagengeschäft und Investmentbanking als „sinnvolle Grundlage“. Diese stellten eine „moderate Regulierung“ dar. Der Minister analysiert: „Die deutschen Banken sind vergleichbar gut durch die Krise gekommen, weil sich das Geschäftsmodell der Universalbanken als belastbar erwiesen hat. Es ist davon auszugehen, dass sich europäische Gesetzgebungsvorschläge am Bericht der Liikanen Group orientieren und eine interne Trennung vorschlagen werden.“ Bei…



Finanzplatz Frankfurt mit ambivalenter Bewertung der Liikanen-Vorschläge

16. Oktober 2012 | Von | Kategorie: Top News

FrankfurtDie Pläne zur Bankenregulierung aus der Feder der Liikanen-Gruppe stoßen am Finanzplatz Frankfurt auf gemischte Reaktionen.
Im Rahmen der Erhebung für seinen Finanzplatzindex hat das Center for Financial Studies (CFS) der Frankfurter Goethe-Universität die Akteure am Finanzplatz Frankfurt nach deren Einschätzungen zu den Bankenregulierungsvorschlägen der von der EU eingesetzten Liikanen-Gruppe befragt. Insbesondere die Pläne der Expertengruppe für eine größenabhängige Trennung des Handelsgeschäfts der Banken vom Einlagengeschäft stießen auf breite öffentliche Reaktionen. Die Hälfte der Befragten Finanzakteure erwartet laut der Umfrage jedoch keine negativen Auswirkungen dieses möglichen regulatorischen Eingriffs auf das deutsche Universalbankenmodell. Dagegen sorgen sich rund 40 Prozent vor…



Deutscher Vertreter in Liikanen-Gruppe begründet Regulierungsvorschläge

11. Oktober 2012 | Von | Kategorie: Top News

BankenaufsichtDer einzige deutsche Vertreter in der Liikanen-Gruppe, der Frankfurter Professor Jan Pieter Krahnen, begründet in einem Zeitungsinterview die tiefgreifenden Regulierungsideen der Experten.
Die vom finnischen Notenbank-Chef Erkki Liikanen geführte Expertengruppe hatte im Auftrag der EU neue Vorschläge zur Bankenregulierung formuliert – und stieß damit vergangene Woche auf ein breites Medienecho. So plädieren die Fachleute dafür, dass Großbanken die riskantesten Teile ihres Investmentbankings abtrennen, um die Kundengelder vor Verlusten des spekulativen Eigenhandels zu schützen. Im Gespräch mit der „Stuttgarter Zeitung“ beschreibt Krahnen den Hintergrund dieses Vorhabens wie folgt: „Das Ziel besteht darin, die Handelsaktivitäten zu einer in sich abgeschlossenen Wirtschaftseinheit…