Beiträge zum Stichwort ‘ ESRC ’

Weber sieht Risikomanagement der Banken künftig als „erste Verteidigungslinie“

23. November 2009 | Von | Kategorie: Top News

risikomanagement„Die erste Verteidigungslinie muss das Risikomanagement der Banken sein“, so das Credo von Bundesbankpräsident Axel Weber im Rahmen einer Podiumsdiskussion am Abschlusstag der Frankfurter „Euro Finance Week“.
Man dürfe nicht erwarten, dass die Regulierer weitsichtiger sind als das Risikomanagement der Banken. Weber sieht ein „Wettrennen zwischen Regulierung und Marktteilnehmern“, bei dem die Finanzindustrie jedoch immer voraus laufe und somit selbst Verantwortung für eingegangene Risiken trage. Zwar gebe es die Forderung nach einer besseren Finanzmarktregulierung – doch wenn neue Regelungen im nächsten Aufschwung vorgeschlagen würden, würde die Finanzindustrie Bedenken anmelden. Im Rahmen der Diskussion befürwortete der Bundesbankpräsident eine generelle…



Letzte Details zum Aufbau des EU-Systemrisikorats sind geklärt

20. Oktober 2009 | Von | Kategorie: Regulierung

earlywarningDie Arbeiten zur Einrichtung eines Systemrisikorats auf EU-Ebene gehen offenbar zügig voran.
Die Börsen-Zeitung und das Handelsblatt berichten übereinstimmend, das der EU-Finanzministerrat bereits heute die Verhandlungen über das „Frühwarn“-Gremium zum Abschluss bringen will. Der Rat unter Führung der EZB hat die Aufgabe, vor drohenden Schieflagen zu warnen und wenn nötig Gegenmaßnahmen zu fordern – entweder von der „EU als ganze“ oder von „einen oder mehreren Mitgliedstaaten“, zitiert das Handelsblatt aus einer entsprechenden Verordnung zur Gründung des Ausschusses. Rechtlich bindend seien diese Anweisungen jedoch nicht. Allerdings stünden ihm gewisse politische Druckmittel zur Verfügung: „Er kann den Adressaten seiner Empfehlungen Fristen setzen…



Systemrisikorat erweitert Kompetenzbereich der EZB

8. September 2009 | Von | Kategorie: Regulierung

boezDie Planungen zur Einrichtung eines europäischen Systemrisikorats treten in die praktische Umsetzungsphase ein.
Nach Aussagen des Vize-Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Lucas Papademos, bereitet die EU-Kommission derzeit die Gesetzestexte für die Gründung und Funktionsweise des „European Systemic Risk Board“ (ESRB) vor. Die Vorschläge der Kommission würden dem EU-Parlament und dem EU-Rat Ende September zugeleitet, berichtet das Handelsblatt. Nach Bericht der Börsen-Zeitung soll das ESRB nicht nur für den Bankensektor, sondern für die gesamte Finanzindustrie zuständig sein. Unterstützt werde der…



Umsetzung neuer Finanzaufsichtsstrukturen als “Herkulesaufgabe”

23. Juni 2009 | Von | Kategorie: Regulierung

papers4„Der große Umbau des weltweiten Finanzsystems hat begonnen“, erklärt die „Welt am Sonntag“ beim Blick auf die jüngste Präsentation neuer Finanzaufsichtsstrukturen in Europa und den USA.
Es sei jedoch fraglich, was von diesen Vorschlägen am Ende auch konkret umgesetzt werde. Schon jetzt würden Experten, Verbände und Politiker „teils heftige Kritik“ üben. Die großen Worte mit Inhalt zu füllen, ist die wahre Herkulesaufgabe, betont etwa der Darmstädter Bankenprofessor Dirk Schiereck. Nach Ansicht von Manfred Jäger vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (IW), kümmert sich die Politik derzeit zu sehr um neue Behörden und Kompetenzen – und viel zu wenig um neue Grundregeln für die internationalen Finanzmärkte. Viel sei etwa von systemischen Risiken die Rede, die künftig die Fed oder der europäische ESRC erkennen sollen…



EU-Gipfel diskutiert neue Finanzaufsicht / “Formelkompromiss” wahrscheinlich

18. Juni 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers_messAuf dem heute beginnenden Gipfel der Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder wird auch die neue europäische Finanzmarktregulierung diskutiert.
Bei der Implementierung einer entsprechenden EU-Aufsichtsstruktur auf Basis des so genannten Larosiere-Berichts, sind Konflikte jedoch vorprogrammiert. Selbst der behutsame Ansatz der EU-Kommission, mittels zweier Strukturzweige (ESFS und ESRC) die nationalen Aufsichten enger mit der EU-Ebene zu verzahnen, stoße auf Widerstand – obwohl die Notwendigkeit der Neuregulierung nicht angezweifelt werden könne, so die Aussage des Brüsseler Korrespondenten der Börsen-Zeitung, Christof Roche. Der stärkste Widerstand gegen die neue Aufsicht kommt aus Großbritannien. London wolle sich nicht von einer europäischen Instanz…



Weber verteidigt Bad-Bank-Modell und begrüßt “europäischen Rat für Systemrisiken”

11. Juni 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers13Bundesbank-Präsident Axel Weber hat auf den Bankentag der Financial Times Deutschland das in die Kritik geratene Bad-Bank-Modell der Bundesregierung verteidigt.
Der dabei geplante sofortige Risikoabschlag bei der Auslagerung toxischer Anlagen müsse nur von Banken mit einer Kernkapitalquote von mehr als sieben Prozent gezahlt werden. Weber bezeichnete dieses Vorgehen als bewusst gesetzten „negativen Anreiz“ für diese Institute. Es könne nicht darum gehen, „gesunde Banken“ mit Steuergeldern zu subventionieren. Der Bundesbank-Chef verwies an diesem Punkt darauf, dass die EU-Kommission diese Kernkapitalquote als Grenze festgesetzt habe, um zu entscheiden, welche Institute als gesund einzuschätzen sind. Weber räumte in seiner Rede vor dem Bankentag…



EU-Finanzaufsicht: Strittige ESFS-Kompetenzen bergen Konfliktpotenzial

8. Juni 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers5Nach Ansicht des Handelsblatts bahnt sich in der EU eine Auseinandersetzung über die Kompetenzen der geplanten europäischen Finanzaufsicht an.
Die Finanzministerien der Mitgliedstaaten würden den geplanten Strukturzweig des „European System of Financial Supervision“ (ESFS), in dem die bisherigen Ausschüsse für Banken-, Versicherungs-, und Wertpapieraufsicht aufgewertet werden, zwar prinzipiell unterstützen – strittig sei aber, wie stark diese neuen EU-Agenturen in die Tätigkeit der nationalen Aufsicht eingreifen dürfen. Das Blatt zitiert dabei aus einem Beschluss-Entwurf der Finanzminister, aus dem hervorgeht, dass die neuen EU-Aufsichtsämter jeweils ein „eigenes unabhängiges Budget“ sowie „Fulltime-Vorsitzende“ erhalten sollen…



Linklaters-Experte: Anbindung des Rats für Systemrisiken an EZB ist folgerichtig

4. Juni 2009 | Von | Kategorie: Regulierung

papers1Andreas Steck, Partner im Frankfurter Büro der Wirtschaftskanzlei Linklaters, äußert sich im Interview mit der Börsen-Zeitung zu den von der EU-Kommission vorgestellten Plänen für eine neue europäische Finanzaufsichtsstruktur.
Die Einrichtung eines Rats für Systemrisiken (ESRC) sieht der Experte positiv. „In der Tat könnte der ESRC eine qualitative Verbesserung der Aufsicht mit sich bringen: So soll er sämtliche Informationen sammeln und analysieren, die für die Überwachung und Bewertung potenzieller Risiken für die Finanzstabilität maßgeblich sind“, erklärt Steck. Auch die hier angedachte Anbindung an die Notenbanken und die leitende Verantwortung der Europäischen Zentralbank im ESRC sei folgerichtig, da beim Blick auf systemische Risiken…



Pläne für EU-Finanzaufsichtsstruktur stoßen auf kritisches Medienecho

28. Mai 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers7Die gestern vorgestellten Pläne zur Neuordnung der Finanzmarktaufsicht in der Europäischen Union stoßen in der heutigen Presse auf ein breites, vornehmlich negatives Echo.
Künftig soll einerseits ein Europäischer Rat für Systemrisiken (ESRC) die Märkte beobachten, systemische Risiken rechtzeitig erkennen und etwaige Gegenmaßnahmen formulieren. „Das wäre ein Durchbruch und sollte ein neues Versagen verhindern“, sagte EU-Wirtschaftskommissar Joaquín Almunia. Den Vorsitz des ESRC soll der EZB-Präsident Jean-Claude Trichet übernehmen. Andererseits soll je eine Aufsichtsbehörde künftig Banken, Versicherungen sowie den Wertpapiersektor überwachen. Dazu werden die bislang kompetenzarmen Ausschüsse CEBS, CESR…



Neugestaltung der europäischen Aufsichtsstruktur sorgt für Konfliktstoff

28. April 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers_fnpAussagen des Vorsitzenden des Committee of European Securities Regulators (CESR), Eddy Wymeersch, zur Gestaltung einer neuen europäischen Finanzarchitektur lassen auf Konfliktpotenzial zwischen den einzelnen Aufsichtsbehörden auf EU-Ebene schließen.
Europas Finanzmarktaufseher fordern bindende Entscheidungskompetenzen für die drei Gremien, die Banken, Versicherungen und Wertpapiermärkte in der EU besser kontrollieren sollen. Alles hänge jetzt davon ab, welche konkreten Vorschläge die EU-Kommission für eine Reform der drei europäischen Ausschüsse vorlegt, betonte der ehemalige Chef der belgischen Finanzaufsicht Wymeersch, gegenüber der Financial Times Deutschland. Als Basis der Neuregulierungen…