Beiträge zum Stichwort ‘ Euro Finance Week ’

Kritik an Bankenregulierung vereint deutsche Kreditwirtschaft

21. November 2012 | Von | Kategorie: Top News

Die derzeit stattfindende „Euro Finance Week“ in Frankfurt ist geprägt von der Kritik der Bankenvertreter an einer unkoordinierten Regulierung ihrer Branche.
Während sich die deutsche Kreditwirtschaft in Bezug auf die Kompetenzausstattung der neuen europäischen Bankenaufsicht und einhergehend der Formierung einer Bankenunion zerstritten zeigt, forderten die Vertreter von Privat- , Landes- und Genossenschaftsbanken auf der Veranstaltung in ungewohnter Einigkeit eine Zäsur bei der Bankenregulierung. Dabei sparten die Banker nicht mit drastisch formulierten Sinnbildern. Hans-Dieter Brenner, Chef der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), sieht die Finanzinstitute „an der Klippe eines regulatorischen Kollapses“ und beklagte eine…



Finanztransaktionssteuer: Hessen fürchtet Bedeutungsverlust Frankfurts

21. November 2012 | Von | Kategorie: Regulierung

Die hessische Landesregierung sorgt sich um mögliche Nachteile der Einführung einer Finanztransaktionssteuer für den Finanzplatz Frankfurt am Main. Nach Ansicht von Jörg-Uwe Hahn (FDP), Justiz- und Europaminister des Bundeslandes, könne Frankfurt seine Position als führender Finanzplatz Europas verlieren, sollte das Steuerinstrument wie geplant, nur in einigen EU-Staaten eingeführt werden. Im Rahmen der laufenden „Euro Finance [...]



Absetzungstendenzen bei Basel III: Europa reagiert irriert

20. November 2012 | Von | Kategorie: Top News

Basel III, CRD IVDas Ausscheren der USA aus dem Prozess zur Umsetzung der Basel III-Eigenkapitalregeln sorgt in Europa für Unverständnis.
Die US-Aufsichtsbehörden von Notenbank Fed, Einlagensicherung FDIC und dem Office of the Comptroller of the Currency (OCC) hatten jüngst die Implementierung des dritten Baseler Eigenkapitalakkords auf unbestimmte Zeit verschoben. Eigentlich sollte das Regelwerk international einheitlich ab dem Jahresstart 2013 greifen. Die europäische Kritik wurde gestern durch Aussagen des Vize-Chefs der FDIC, Thomas Hoenig, im Interview mit dem „Handelsblatt“ nochmals befeuert. Der Aufseher plädierte darin für eine vollständige Abkehr von Basel III. Hoenigs Begründung: „Der ganze Prozess ist zu komplex und – wie die jüngste Geschichte gezeigt hat – ineffektiv. Basel III wird das Bankensystem nicht sicherer machen. Ich würde sogar behaupten, es wird es anfälliger machen.“ Der Basel III-Berichterstatter im…



Basel III-Bewertung als neues Konfliktfeld zwischen Weber und Sanio

15. November 2010 | Von | Kategorie: Top News

basel3In der Bewertung der Auswirkung schärferer Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften für Banken tut sich ein Konflikt zwischen den deutschen Aufsehern auf.
Der Chef der Bundesbank, Axel Weber, hat die am Donnerstag von BaFin-Präsident Jochen Sanio gegenüber der Börsen-Zeitung geäußerte Kritik an Basel III relativiert. Das Argument, dass sich höhere Kosten durch zusätzliche Regulierung negativ auf die Kreditvergabe und damit das Wirtschaftswachstum auswirken könnten, beruhe auf einer Betrachtung, die weitgehend statisch und unvollständig sei: „Unvollständig, weil vernachlässigt wird, dass Banken neben einer Verringerung der Kreditvergabe auch andere Möglichkeiten haben, die zusätzlichen Anforderungen zu erfüllen; statisch, weil die positiven Rückwirkungen eines stabileren…



Weber sieht Risikomanagement der Banken künftig als „erste Verteidigungslinie“

23. November 2009 | Von | Kategorie: Top News

risikomanagement„Die erste Verteidigungslinie muss das Risikomanagement der Banken sein“, so das Credo von Bundesbankpräsident Axel Weber im Rahmen einer Podiumsdiskussion am Abschlusstag der Frankfurter „Euro Finance Week“.
Man dürfe nicht erwarten, dass die Regulierer weitsichtiger sind als das Risikomanagement der Banken. Weber sieht ein „Wettrennen zwischen Regulierung und Marktteilnehmern“, bei dem die Finanzindustrie jedoch immer voraus laufe und somit selbst Verantwortung für eingegangene Risiken trage. Zwar gebe es die Forderung nach einer besseren Finanzmarktregulierung – doch wenn neue Regelungen im nächsten Aufschwung vorgeschlagen würden, würde die Finanzindustrie Bedenken anmelden. Im Rahmen der Diskussion befürwortete der Bundesbankpräsident eine generelle…



Kritische Bremswirkung „unterschiedlicher Regulierungsphilosophien“

19. November 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers3Nachdem sich hochrangige Bankmanager zum Start der “Euro Finance Week” mit kritischen Anmerkungen zu den anvisierten Regulierungsmaßnahmen zu Wort gemeldet haben, verdeutlichen nun auch die Regulierer ihre Positionen.
Im Rahmen des Frankfurter Bankenkongresses hat sich der Vorsitzende des Committee of European Securities Regulators (CESR), Eddy Wymeersch, für einheitliche Finanzregeln in den USA und Europa ausgesprochen. Zugleich merkte er kritisch an, dass die Umsetzung der G20-Vorschläge auf beiden Seiten des Atlantiks durch „unterschiedliche Regulierungsphilosophien“ gebremst werde. Er verwies dabei insbesondere auf die „innereuropäischen Abweichungen bei der Anwendung von Regulierungsstandards“, berichtet die Börsen-Zeitung. Auch Malcolm D. Knight…



Ackermann verdeutlicht seinen „Regulierungsunmut“

18. November 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers_crossEin thematischer Schwerpunkt der laufenden „Euro Finance Week“ in Frankfurt ist die Neuregulierung des Finanzsektors.
Im Fazit zum ersten Tag des Treffens sieht „Spiegel Online“ die Banker über das internationale „Regulierungschaos“ lästern. Viele Vertreter der Branche würden die am Montag von Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann beschriebene Furcht vor einer „Refragmentierung der Märkte“ infolge strengerer Regeln auf nationaler und regionaler Ebene teilen. Insbesondere die regulatorischen Bemühungen der Politik würden argwöhnisch beäugt. So habe sich Ackermanns Kommentar hierzu auch angehört, „wie das Arbeitszeugnis für einen Mitarbeiter, in dem der Vorgesetzte durch die Blume dessen Unfähigkeit mitteilt“. Es sei „anzuerkennen“, dass die G20-Staaten sich um ein koordiniertes Vorgehen „bemühen“, so seine Aussage. „Ackermann warnt vor Überforderung der Banken durch neue…



BaFin will Risikomanagement der Banken restriktiver überwachen

18. November 2009 | Von | Kategorie: Riskmanagement

fingerprintsIm Rahmen einer Paneldiskussion auf der „Euro Finance Week“ hat Sabine Lautenschläger, Exekutivdirektorin im Geschäftsbereich Bankenaufsicht bei der BaFin, verdeutlicht, dass die deutschen Banken beim Risikomanagement erheblichen Verbesserungsbedarf hätten.
Zugleich deutet sie hier mögliche Interventionen ihrer Behörde an: „Wir werden aggressiver vorgehen. Der Gesetzgeber hat uns die Möglichkeit dazu gegeben, und wir werden das nutzen“, zitiert die Börsen-Zeitung. Derzeit stünden die „richtige“ Höhe und Qualität des Eigenkapitals im öffentlichen Fokus – doch ohne Zusammenspiel mit einem effektiven Risikomanagement ließen sich damit nicht alle Gefahren abwenden. „Das Risikomanagement ist Kernkompetenz einer jeden Bank“, betont Lautenschläger. Es gehe nicht nur darum, Schwachstellen einzeln anzugehen, sondern…



Bundesbankpräsident mit zurückhaltenden Tönen zum Umbau der Bankenaufsicht

16. November 2009 | Von | Kategorie: Top News

aufsichtkurveBundesbankpräsident Axel Weber hat zum Auftakt der Euro Finance Week in Frankfurt die internationalen Bemühungen um eine Neuregulierung des Finanzsektors begrüßt.
“Mit der angestrebten Harmonisierung verliert nämlich der regulatorische Rahmen als Wettbewerbsfaktor deutlich an Gewicht, und die Gefahr verringert sich, dass einzelne Länder die Systemstabilität gefährden, indem durch laxe Vorschriften Regulierungsarbitrage ermöglicht wird”, so sein hoffnungsvoller Ausblick. Aus seiner Sicht könne somit der Wettbewerb zwischen den Finanzstandorten auf ein “stabilitätsförderndes Level-Playing-Field” erhoben werden. Weber verdeutlichte in diesem Zusammenhang aber erneut die deutschen Einwände gegen bestimmte Aspekte der auf dem G20-Gipfel in Pittsburgh verabschiedeten…