Beiträge zum Stichwort ‘ Finanzaufsicht ’

Kreditwirtschaft fürchtet überbordende Regulierungskosten

3. Juni 2013 | Von | Kategorie: Regulierung

Die „Börsen-Zeitung“ berichtet von Besorgnis der Deutschen Kreditwirtschaft (DK), dass die Einführung einer europäischen Bankenaufsicht sie mit erheblichen Zusatzkosten belasten könnte. Die Branche setze deshalb auf Unterstützung durch den Bundestag. Der Finanzausschuss höre am Montag öffentlich Sachverständige zu dem Regierungsentwurf an, der die Übertragung der Bankenaufsicht für systemrelevante Institute auf die Europäische Zentralbank (EZB) ermöglichen [...]



Brüssel fordert zu Bewertung der Aufsichtsbehörden auf

29. April 2013 | Von | Kategorie: Regulierung

Wie die „Börsen-Zeitung“ berichtet, müssen sich die europäischen Aufsichtsbehörden für Banken (EBA), Versicherungen (EIOPA) und Märkte (ESMA) einer öffentlichen Bewertung unterziehen. Die EU-Kommission habe eine Befragungsrunde gestartet, um Finanzkonzerne und andere Interessierte über die bisherige Arbeit der EU-Behörden zu konsultieren, so das Blatt. So soll eingeschätzt werden, ob EBA oder EIOPA zu wenige, oder aber [...]



Experten stoßen sich an Unklarheiten des Kompromisses zur Finanzaufsicht

22. Dezember 2010 | Von | Kategorie: Regulierung

aufsichtkurveDer in einem Eckpunktepapier von CDU/CSU und FDP grob formulierte Reformansatz für die Finanzaufsicht wurde von der Wirtschaftspresse kritisch kommentiert (vgl. RMRG vom 20.12.) – nun melden sich auch Experten mit ihren Einwänden zu Wort.
So bezeichnet der Bochumer Bankenprofessor Stephan Paul die von der Regierungskoalition vorgelegten Pläne zur Neuausrichtung der deutschen Aufsicht als „unzeitgemäßen Kompromiss“. In einem Gastbeitrag für die Süddeutsche Zeitung merkt der Experte an, dass die eigentliche Absicht, „Überschneidungen und Doppelarbeiten“ zwischen BaFin und Bundesbank zu verhindern, nicht adressiert wurde. Als Grund für den Minimal-Kompromiss werde dabei fortwährend auf die Unabhängigkeit der Bundesbank verwiesen, die einen Übertrag und die Bündelung von Kompetenzen verhindert habe. Demnach wäre die Bundesbank als Eingriffsbehörde, die Banken…



Deutliche Kritik an Kompromiss zur Finanzaufsicht

20. Dezember 2010 | Von | Kategorie: Top News

papers13Der Minimal-Kompromiss bei der Neuordnung der Finanzaufsichtsstruktur in Deutschland stößt auf deutliche Kritik von Medien und Marktakteuren.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die Bundesbank werden abgesehen von einigen Änderungen weiter parallel agieren – jedoch soll die Zusammenarbeit und Abstimmung der Institutionen optimiert werden. Alle hoheitlichen Befugnisse verbleiben bei der Bonner Finanzaufsichtsbehörde BaFin; die Bundesbank darf künftig die Finanzstabilität stärker in den Fokus nehmen. „Die Bundesbank überwacht die Kreditinstitute im Alltag, die BaFin greift ein, wenn es wichtig wird“, notiert die Süddeutsche Zeitung in einem Kommentar, der den „Stillstand“ bei der Bankenaufsicht anprangert. Die Financial Times Deutschland sieht einen „typisch politischen Kompromiss“ – die vorhergehende Debatte sei letztendlich…



Wikileaks bringt neuen obersten UK-Bankenaufseher in Bedrängnis

1. Dezember 2010 | Von | Kategorie: Top News

it_swDas Stichwort Wikileaks sorgt nun auch in der Finanzbranche für Unruhe.
Die Veröffentlichung von Depeschen der US-Botschaften durch das Enthüllungsportal Wikileaks bringt auch den Chef der Bank of England (BoE), Mervyn King, in Bedrängnis, berichtet die Tageszeitung „The Guardian“. Hintergrund sind Gespräche von King mit dem US-Botschafter in London, in denen sich der Notenbanker abfällig über die haushaltspolitische Kompetenz der britischen Konservativen unter David Cameron geäußert hatte – eine Einschätzung die sich mittlerweile als falsch erwiesen habe. „Above all, the governor is expected to be apolitical and to stick to monetary policy, not interfere in treasury fiscal questions“, merkt das Blatt kritisch an. Der „Guardian“ nimmt die „neuerliche, fehlerhafte“ Analyse Kings zum Anlass, auch dessen…



Personalplanung der BaFin sorgt für Irritationen

24. November 2010 | Von | Kategorie: Top News

paper_sideDer geplante Aufbau neuer Stellen bei der deutschen Finanzaufsicht sorgt aktuell für Irritationen.
Nach Informationen der Financial Times Deutschland soll die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) personell deutlich verstärkt werden. Demnach will der Verwaltungsrat der Behörde morgen 240 neue Stellen genehmigen – ein Plus von gut 13 Prozent. Damit soll die Behörde ihrem ausgeweiteten Aufgabenfeld gerecht werden. Das Handelsblatt berichtet jedoch aktuell, dass ein größerer Anteil der Stellen offenbar im Verwaltungsbereich der Behörde aufgebaut werden soll – und nicht im operativen Bereich. Diese Planung sorge für Unmut und irritiere die Finanzbranche. Die FTD merkt kritisch an, dass mit dieser Maßnahme auch das Qualitätsproblem beim Personal der BaFin nicht gelöst würde, welches durch die starren Gehaltsstrukturen in der Behörde entstehe. Die…



Basel III-Umsetzung: Kein EU-Alleingang – Übergangsfristen werden vom Markt ignoriert

29. September 2010 | Von | Kategorie: Top News

baselokayEin europäischer Alleingang bei der Implementierung schärferer Eigenkapitalregeln für Banken scheint immer unwahrscheinlicher.
Bei einer Konferenz der österreichischen Finanzmarktaufsicht FMA am Montag in Wien hat EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier die Bankenbranche mit beruhigenden Worten adressiert: „Sie haben ein Anrecht auf gleiche Rechte dies- und jenseits des Atlantiks.“ Es sei nötig, „parallel“ mit den Amerikanern vorzugehen, und die Maßnahmen müssten „mit gutem Augenmaß“ umgesetzt werden, gibt die „Wiener Zeitung“ die Aussagen wieder. Barnier versicherte, dass die EU sehr genau darauf achten werde, dass Basel III auch in den USA gelte. Auch Österreichs Finanzminister Josef Pröll betonte auf der Konferenz: „Basel III muss für alle gelten.“ Der Generaldirektor der österreichischen…



EU-Parlament segnet europäische Finanzaufsichtsstruktur ab

24. September 2010 | Von | Kategorie: Regulierung

Das europäische Parlament hat vorgestern mit großer Mehrheit die Gründung von drei EU-Behörden zur Finanzaufsicht beschlossen. „In London entsteht die EU-Bankenaufsicht (EBA), in Paris die EU-Wertpapieraufsicht (ESMA) und in Frankfurt die EU-Versicherungsaufsicht (EIOPA)“, fasst das Handelsblatt zusammen. Die Behörden sollen Anfang 2011 die Arbeit aufnehmen. EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier sprach von einem „historischen Moment“. Mit dieser [...]



Plädoyer für Basel IV

22. September 2010 | Von | Kategorie: Top News

basel4Im Nachlauf der Finalisierung von Basel III skizzieren Experten bereits Grundzüge eines vierten Eigenkapitalakkords.
In einem Gastbeitrag für die Financial Times Deutschland thematisiert Mark Joób von der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der ungarischen Universität Sopron die Notwendigkeit eines Nachfolgerregelwerks für das jetzt finalisierte Basel III – hier als Basel IV bezeichnet. Einleitend begrüßt der Experte jedoch die Stoßrichtung und Ausgestaltung des dritten Eigenkapitalakkords: „Die Verbesserung der Kapitalausstattung der Banken ist ohne Zweifel begrüßenswert, ja angesichts der jüngsten Finanzkrise überfällig.“ Mit der Verregelung würden „zwar viele, doch bei Weitem nicht alle Hasardeure der Finanzwelt ein engeres Regelkorsett“ auferlegt bekommen. An diesem Punkt setzt Joób auch seine Kritik an – denn die Regularien würden bei vielen bedeutenden Akteuren der Finanzbranche…



EU-Finanzminister geben ihren Segen für Aufsichtsreform

9. September 2010 | Von | Kategorie: Regulierung

papers13Die Finanzminister der EU-Staaten haben den mit dem Europaparlament ausgehandelten Kompromiss zur Schaffung von drei neuen EU-Finanzaufsichtsbehörden und eines „Risikorats“ abgesegnet.
Aus Diplomatenkreisen in Brüssel höre man, dass selbst Großbritannien, das sich lange gegen eine Ausweitung europäischer Kompetenzen gesperrt hatte, den von der belgischen EU-Ratspräsidentschaft ausgehandelten Text im Grundsatz angenommen habe, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Der Weg zu einer Verabschiedung der Neuregelung durch den Ministerrat und das Parlament sei damit frei. In der Kontrolle von Banken, Versicherungen und Börsen hätten die EU-Behörden künftig…