Beiträge zum Stichwort ‘ FSF ’

Auswirkungsstudie zu Basel III stößt auf breites Echo

19. August 2010 | Von | Kategorie: Top News

basel3Der von Baseler Ausschuss und Financial Stability Board (FSB) vorgestellte Interims-Report zur Bewertung der Auswirkung verschärfter Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften für Banken auf die Realwirtschaft stößt auf ein breites Echo.
Die Financial Times Deutschland formuliert überspitzt „Aufseher watschen Bankenlobby ab“ und verweist auf die Einschätzungen der Baseler Ökonomen, wonach die neuen Regeln das Wirtschaftswachstum nur marginal dämpfen. „Alles halb so wild“, so daraufhin auch der Ausruf der Süddeutschen Zeitung. Nüchtern vermeldet dagegen die Börsen-Zeitung auf ihrer Titelseite: „Regulatoren verteidigen Baseler Reform – Kapitalregeln konjunkturell unbedenklich“. Den Erkenntnissen der Studie zufolge würde eine Erhöhung der Eigenkapitalquoten um jeweils einen Prozentpunkt nach Abschluss der Implementierungsphase einen Rückgang des BIP-Niveaus um etwa 0,2 % bewirken. „Dies entspricht…



Großbanken mit Schwächen bei Risiko-Offenlegung

11. November 2009 | Von | Kategorie: Riskmanagement

Die Börsen-Zeitung berichtet aktuell über eine Untersuchung der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Mazars Hemmelrath zur Risikooffenlegung von internationalen Großbanken. Zwar würden die Institute die Empfehlungen des Financial Stability Forums (FSF) prinzipiell befolgen und ihre Risiken im Geschäftsbericht detaillierter offen legen – dennoch gebe es auch klare Kritikpunkte. „Gerade beim Stichwort Fair-Value-Bilanzierung mangele es aber noch an [...]



Die Schweiz als Regulierungsspitzenreiter / “too big to fail”-Dilemma muss adressiert werden

23. Juni 2009 | Von | Kategorie: Top News

aufsichtkurveDie Schweiz ist bei ihren Bemühungen um eine neue Regulierung des Bankensektors international führend.
Als eines der ersten Länder hat sie die Eingekapitalregeln für Großbanken drastisch verschärft. So muss das risikogewichtete Eigenkapital von UBS und Credit Suisse die internationalen Mindestanforderungen nach Basel II um das Doppelte übertreffen. Darüber hinaus werden den zwei Banken auch feste Grenzen beim Verschuldungsgrad (Leverage Ratio) gesetzt. Dabei muss ihr ungewichtetes Eigenkapital grundsätzlich deutlich mehr als 3 Prozent der Konzern-Bilanzsumme betragen. Ausnahmen davon werden nur in wirtschaftlich schlechten Zeiten toleriert. „Eine vergleichbare Vorschrift besteht einzig für US-Geschäftsbanken“, analysiert der „Tages-Anzeiger“. Ergänzt werde das neue Kapitalregime…



Risikomanagement der Banken muss historische Komponente stärker einbeziehen

23. April 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers1Die Finanzmarkt-Experten James Montier und Albert Edwards kritisieren die Risikomodelle der Banken vor dem Hintergrund der Finanzkrise mit scharfen Worten.
Im Interview mit der Schweizer Wirtschaftszeitung „Finanz und Wirtschaft“ bezeichnet das international anerkannte Strategen-Team der Société Générale die bankinternen Modelle als „Pseudowissenschaft“. „Die Vorstellung, dass wir Risiken wirklich quantifizieren können, ist absurd. Es wurden völlig abgehobene Modelle kreiert, und weil kaum jemand sie versteht, stellt sie auch niemand mehr in Frage. Wir wurden von der dunklen Seite der Mathematik verführt. Die Finanzmarkttheorie basiert auf der Standardabweichung, aber haben Sie schon einmal jemanden getroffen, der sich in einer Hausse um die Standardabweichung…



EU einigt sich auf Regulierung von Ratingagenturen / Baseler Ausschuss gibt Banken Empfehlungen

16. April 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers5Die Ausgestaltung einer neuen Finanzmarktregulierung nimmt zumindest auf EU-Ebene stellenweise klarere Konturen an.
„Der erste europäische Rechtsrahmen für Ratingagenturen steht“, konstatiert das Handelsblatt angesichts der Einigung von EU-Staaten und Europa-Parlament bei der künftigen Regulierung von Ratingagenturen. Die Börsen-Zeitung zitiert den Verhandlungsführer im Parlament, Jean-Paul Gauzès, der von einem „sehr guten Ergebnis“ sprach. Mit der Verständigung werde „die Basis für eine europäische Aufsicht gelegt“. Als letzter strittiger Punkt wurde abgeklärt, wer Registrierung und Überwachung der Agenturen übernehmen soll. Demnach soll die Anmeldung nun beim EU-Ausschuss für Wertpapiermärkte (CESR) erfolgen…



Schärfere Regulierung wird erst nach Erholung des Bankensektors umgesetzt

2. April 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers1Die Beschlüsse der Staats- und Regierungschefs auf dem Londoner G20-Gipfel sind beim Thema Finanzmarktregulierung erwartungsgemäß unkonkret ausgefallen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach zwar von einem “fast historischen Kompromiss”, doch die im Vorfeld eingeforderten stringenten Neuregelungen sind im Abschlusspapier des Gipfels nicht zu finden. Der Erkärung zufolge sollen Regulierung und Aufsicht auf alle systemisch wichtigen Finanzinstitutionen, -instrumente und -märkte ausgedehnt werden. Dabei sollen erstmals auch Hedgefonds eingeschlossen werden. Nach Aussage des britischen Premierministers Gordon Brown müssen sich beispielsweise Hedgefonds, die mit Risikokapital Geschäfte machen, künftig einer Aufsicht unterstellen. Ebenso ist vorgesehen, die…



Basel II-Umbau erst 2010: Aufatmen in der Bankenbranche

13. März 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers1Die aktuelle Mitteilung des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht, die Eigenkapitalvorschriften für Kreditinstitute erst im Jahr 2010 einer Überprüfung zu unterziehen, haben im deutschen Bankensektor für ein kollektives Aufatmen gesorgt.
Die Financial Times Deutschland konstatiert in ihrer heutigen Ausgabe: „Banken erhalten Aufschub“. Dennoch machte das Gremium in seiner Veröffentlichung klar, dass die Basel II-Regularien einer deutlichen Modifikation bedürfen. Die Eigenkapitalpolster der Finanzbranche müssten gestärkt werden, um die Widerstandsfähigkeit der Institute gegenüber wirtschaftlichen und finanziellen Problemen zu erhöhen. Es gelte Kapitalreserven aufzubauen, auf die die Banken in schwierigen Zeiten zurückgreifen könnten. Diese Systematik des…