Beiträge zum Stichwort ‘ G20 ’

Banken setzen Entschärfung von Basel III durch

25. Juni 2010 | Von | Kategorie: Top News

papers_ftWie die Financial Times berichtet, ist den Banken in der Diskussion um die Definition der Basel III-Eigenkapitalregeln offenbar ein Durchbruch gelungen.
Das Volumen der Rücklagen, die Finanzinstitute für eventuelle neue Krisen schaffen sollen, werde herabgesetzt, berichtete das Blatt auf seinem Online-Portal und beruft sich dabei auf Kreise, die dem Prozess der Regelfindung nahe stehen. Ein Entwurf des Baseler Ausschusses zum aktuellen Stand werde auf dem G20-Gipfel im kanadischen Toronto am Wochenende präsentiert, heißt es weiter. An vorgesehenen kurzfristigen Notfallfinanzierungsmaßnahmen werde festgehalten. Die Anforderung, langfristiges Kapital zurückzulegen, könnte dagegen durch ein anderes System ersetzt werden, werden die Quellen wiedergegeben. Die FT führt diese Änderung in klarer Formulierung auf die Lobbyarbeit der Banken zurück und verweist dabei auf die jüngst vom…



Europäische Finanzinstitute können Bankenabgabe nicht umgehen

25. Juni 2010 | Von | Kategorie: Regulierung

papers5„Kein Ausweg, nirgends“, erkennt das Handelsblatt und verweist auf die immer sicherer erscheinende Implementierung einer Bankenabgabe in Europa.
Im Vorausblick auf den G20-Finanzgipfel hatten die deutsche, die französische und die britische Regierung eine gemeinsamen Erklärung verfasst, in der für die internationale Einführung einer Bankenabgabe plädiert wird. Die Höhe der Abgabe soll sich an den Risiken orientieren, die die Banken für das Finanzsystem und die Gesamtwirtschaft darstellen, heißt es in der Erklärung. Die Umsetzung könne jeweils nach den entsprechenden nationalen Gegebenheiten variieren. Für die EU-Banken werde es an diesem Punkt immer enger – hingegen zeichne sich auf G20-Ebene lediglich ein Kompromiss auf den kleinsten gemeinsamen Nenner bei der…



Baseler Zugeständnisse stoßen auf breites mediales Echo

15. Juni 2010 | Von | Kategorie: Top News

handDie Aussagen des Vorsitzenden des Baseler Ausschusses, Nout Wellink, im Rahmen der IIF-Frühjahrstagung, wonach das Gremium bei Definition und Implementierung der Basel III-Regeln den Banken entgegenkommen könnte, stoßen auf ein breites Pressecho (vgl. RMRG vom 11.6.).
So titelt die Financial Times Deutschland kritisch: „Aufseher kuschen vor Bankenlobby“ – hingegen wählt die Nachrichtenagentur Reuters die sachliche Überschrift: „Baseler Regulierer wollen Banken mehr Zeit geben“. „Basler Ausschuss kommt Banken entgegen“, erkennt die FAZ in ihrer Wochenendausgabe. Derweil blendet die Börsen-Zeitung Wellinks Andeutungen gar vollständig aus und bezieht sich auf dessen Reaktion auf die vom IIF vorgestellte Regulierungsstudie. „Wir werden sicherstellen, dass sich der Bankensektor über die Einbehaltung von Gewinnen und vertretbare…



Basel III-Einführung wird offenbar verschoben

4. Juni 2010 | Von | Kategorie: Top News

basel3Auf der Titelseite seiner heutigen Ausgabe berichtet das „Wall Street Journal Europe“, dass die Implementierung der Basel III-Eigenkapitalregeln für den Bankensektor über längere Transformationsfristen erleichtert werden könnte.
Dabei beruft sich das Blatt auf informierte Kreise. Die internationalen Regulatoren würden derzeit auf einen Kompromiss hinsteuern, der zwar einerseits strikte Anforderungen an das Eigenkapital der Finanzinstitute vorsehe, andererseits jedoch – als Zugeständnis an die Branche – einen späteren Einführungszeitpunkt für die Regularien vorsieht. Das Blatt spricht dabei über eine graduiertere Implementierungsphase über das Jahr 2012 hinaus. Hintergrund seien in erster Linie die Einwände Japans, Deutschlands und Frankreichs, die auf eine langsamere Regelumsetzung gedrängt hätten – aus Sorge vor signifikanten Kapitallücken im jeweiligen nationalen Bankensektor. Verwiesen wird zudem…



Zeitliche Verschiebung neuer EU-Eigenkapitalregeln für Banken immer wahrscheinlicher

30. April 2010 | Von | Kategorie: Top News

basel3Nach Einschätzung der Wirtschaftspresse zeigt der Druck der Bankenbranche in Sachen Eigenkapitalregeln Wirkung – zumindest auf europäischer Ebene.
In Anlehnung an die aktuelle Kritik von Bundespräsident Horst Köhler an den Finanzmärkten, kritisiert das Handelsblatt die schleppende europäische Entscheidungsfindung bei der Regulierung: „Das zeigt einmal mehr der Kampf um schärfere Eigenkapitalregeln für Banken.“ Nach Aussage der EU-Kommission werden diese wohl später als vorgesehen in Kraft treten: Statt zu Beginn des nächsten Jahres erst im Laufe des Jahres 2012. Grund seien wettbewerbsrechtliche Bedenken. „Führen wir die schärferen Regeln vor den Amerikanern ein, entstehen den europäischen Banken offensichtlich Nachteile“, wird die Sprecherin von…



Chef des Baseler Ausschusses warnt Banken vor Widerstand gegen Basel II-Reform

24. Februar 2010 | Von | Kategorie: Top News

fingerprintsNach Bericht der Nachrichtenagentur Reuters hat der Vorsitzende des Baseler Ausschusses, Nout Wellink, die Bankenbranche eindringlich vor den negativen Folgen ihres massiven Widerstands gegen die Basel II-Reformpläne gewarnt.
„Der Widerstand der Bankenlobby gegen die Vorschläge des Baseler Ausschusses wächst. Aus diesem Grund müssen wir als Aufseher unser Bestes geben, um diese Reformagenda aufrechtzuerhalten. Anderenfalls könnten die Nationalstaaten gezwungen sein, eigene Regeln für den Bankensektor zu implementieren“, so seine Aussage. Am Ende könne hier eine klare Verwerfung des so genannten „level playing fields“ im Finanzsektor stehen, die Nachteile für dessen Akteure nach sich ziehe. Wellink verwies bei seiner Rede in London auf verschiedene nationale Regulierungspläne, die…



JP Morgan entwirft „Horror-Szenario“ zur Bankenregulierung

19. Februar 2010 | Von | Kategorie: Regulierung

papers_crossDie Research-Experten von JP Morgan haben ein Szenario entworfen, das die Auswirkungen auf den Bankensektor berechnet, sollten alle derzeit diskutierten Regulierungsvorschläge tatsächlich umgesetzt werden.
Demnach würde die Eigenkapitalrendite der Institute im schlimmsten Fall auf 5,4 Prozent von den bislang für 2011 erwarteten 13,3 Prozent fallen. „Nach den Berechnungen müssten alle 16 Banken zusammen 221 Mrd. US-Dollar an frischem Geld aufnehmen, um den strengeren Anforderungen der Aufseher gerecht zu werden“, fasst die Financial Times Deutschland zusammen. Für jedes Institute ergebe sich daraus ein durchschnittlicher zusätzlicher Kapitalbedarf von 14 Mrd. Dollar. Jedoch seien Banken wie Credit Suisse, Deutsche Bank, Royal Bank of Scotland und…



Handelsblatt mit ambivalenter Bewertung deutscher Regulierungsbemühungen

8. Februar 2010 | Von | Kategorie: Regulierung

„Berliner Rätsel für den Finanzmarkt“, erkennt das Handelsblatt in einem Leitartikel. Die Bundesregierung lasse kein eigenes Konzept zur Bankenregulierung erkennen – nicht einmal die radikalen Pläne der US-Administration würden auf eine Reaktion stoßen. „Auf diese Weise läuft die internationale Zusammenarbeit ins Leere.“ Es wird gemutmaßt, dass man hier Rücksicht auf die Deutsche Bank nehme. „Jeder [...]



BNP Paribas-Chef zur Reform der Finanzmarktregulierung

29. Dezember 2009 | Von | Kategorie: Regulierung

Im Interview mit dem Handelsblatt äußert sich der Chef der französischen BNP Paribas, Baudouin Prot, ausführlich zu den Problemen bei der Reformierung der Finanzmarktregulierung. Für den Bankchef sollte dabei nicht nur die künftige Eigenkapitalausstattung der Institute im Mittelpunkt stehen, sondern auch deren Liquidität. „Es muss sichergestellt sein, dass Banken darüber wachen, dass sie jederzeit Zugang [...]



Kritische Bremswirkung „unterschiedlicher Regulierungsphilosophien“

19. November 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers3Nachdem sich hochrangige Bankmanager zum Start der “Euro Finance Week” mit kritischen Anmerkungen zu den anvisierten Regulierungsmaßnahmen zu Wort gemeldet haben, verdeutlichen nun auch die Regulierer ihre Positionen.
Im Rahmen des Frankfurter Bankenkongresses hat sich der Vorsitzende des Committee of European Securities Regulators (CESR), Eddy Wymeersch, für einheitliche Finanzregeln in den USA und Europa ausgesprochen. Zugleich merkte er kritisch an, dass die Umsetzung der G20-Vorschläge auf beiden Seiten des Atlantiks durch „unterschiedliche Regulierungsphilosophien“ gebremst werde. Er verwies dabei insbesondere auf die „innereuropäischen Abweichungen bei der Anwendung von Regulierungsstandards“, berichtet die Börsen-Zeitung. Auch Malcolm D. Knight…