Beiträge zum Stichwort ‘ Gerhard Hofmann ’

Trennbankengesetz: Genossenschaftsbanken sehen ihr Geschäftsmodell in Gefahr

5. April 2013 | Von | Kategorie: Top News

Die genossenschaftlichen Banken sehen ihr Finanzmodell durch das nationale Trennbankengesetz in Gefahr.
Dies verdeutlicht Frank Westhoff, Vorstandsmitglied der DZ Bank, in einem Gastkommentar für die heutige Ausgabe der „Börsen-Zeitung“. Zwar gebe es bei der Genossenschaftlichen FinanzGruppe in Deutschland „bereits heute eine weitgehende Arbeitsteilung in Wholesale Banking, das überwiegend von den Zentralbanken angeboten wird, und Retail Banking, das bei den Volksbanken und Raiffeisenbanken angesiedelt ist“, betont Westhoff – der dabei explizit auf die rechtliche, wirtschaftliche und operationale Selbstständigkeit der Einheiten hinweist. Die neue Vorgaben stellten jedoch die Funktion der Spitzeninstitute der Gruppe, DZ Bank und WGZ Bank, in Frage. Diese halten Wertpapiere für die…



Deutliche Kritik an Kompromiss zur Finanzaufsicht

20. Dezember 2010 | Von | Kategorie: Top News

papers13Der Minimal-Kompromiss bei der Neuordnung der Finanzaufsichtsstruktur in Deutschland stößt auf deutliche Kritik von Medien und Marktakteuren.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die Bundesbank werden abgesehen von einigen Änderungen weiter parallel agieren – jedoch soll die Zusammenarbeit und Abstimmung der Institutionen optimiert werden. Alle hoheitlichen Befugnisse verbleiben bei der Bonner Finanzaufsichtsbehörde BaFin; die Bundesbank darf künftig die Finanzstabilität stärker in den Fokus nehmen. „Die Bundesbank überwacht die Kreditinstitute im Alltag, die BaFin greift ein, wenn es wichtig wird“, notiert die Süddeutsche Zeitung in einem Kommentar, der den „Stillstand“ bei der Bankenaufsicht anprangert. Die Financial Times Deutschland sieht einen „typisch politischen Kompromiss“ – die vorhergehende Debatte sei letztendlich…



Vergeblicher Kampf der deutschen Banken gegen Basel III

14. Oktober 2010 | Von | Kategorie: Top News

baselokayDie Ausgestaltung der neuen Basel III-Regeln und die Diskussion über einen weiteren regulatorischen Eigenkapitalzuschlag für systemrelevante Banken treiben die deutsche Bankenbranche weiter um.
Der „Platow Brief“ berichtet über einen vermeintlichen Eklat beim Treffen von Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen, Bundesbank-Präsident Axel Weber und BaFin-Chef Jochen Sanio mit Vertretern der deutschen Bankenbranche im Rahmen der IWF-Jahrestagung in Washington. Auslöser sei eine erhitzte Diskussion um die Bankenregulierung gewesen sein. Bei den Instituten habe sich mittlerweile „reichlich Unmut“ aufgestaut – denn: „Die Baseler Beschlüsse [...] liegen den Bankern schon schwer genug im Magen, da überbietet sich die Politik bereits mit Vorschlägen für zusätzliche Belastungen der Finanzinstitute: Bankenabgabe, Transaktionssteuer…



Basel III: Öffentliche Banken geben den „schlechten Verlierer“

15. September 2010 | Von | Kategorie: Top News

basel3Nach Auswertung der vom federführenden Baseler Ausschuss vorgelegten Basel III-Feinkalibrierung meldet sich die Bankenbranche jetzt mit ihren Einschätzungen zu den Auswirkungen der neuen Regularien zu Wort.
Dabei fällt das Echo ambivalent aus. So ist seitens des Bundesverbandes Öffentlicher Banken (VÖB) heftige Kritik an den Festlegungen zu vernehmen. Die Börsen-Zeitung zitiert diese auf ihrer Titelseite und spricht von einem „regulatorischen Blindflug“ des Gremiums. Der Verband klagt, dass die geplanten Übergangsfristen zu kurz sind, weil die Eigenkapitalregeln „mehrfach und erheblich verschärft werden“. Die Landesbanken sehen sich gar als Verlierer der Beschlüsse. Die FAZ erkennt: „Besonders trifft es LBBW, WestLB und HSH Nordbank, in denen stille Einlagen nicht mehr zum harten…



Auswirkungsstudie zu Basel III stößt auf breites Echo

19. August 2010 | Von | Kategorie: Top News

basel3Der von Baseler Ausschuss und Financial Stability Board (FSB) vorgestellte Interims-Report zur Bewertung der Auswirkung verschärfter Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften für Banken auf die Realwirtschaft stößt auf ein breites Echo.
Die Financial Times Deutschland formuliert überspitzt „Aufseher watschen Bankenlobby ab“ und verweist auf die Einschätzungen der Baseler Ökonomen, wonach die neuen Regeln das Wirtschaftswachstum nur marginal dämpfen. „Alles halb so wild“, so daraufhin auch der Ausruf der Süddeutschen Zeitung. Nüchtern vermeldet dagegen die Börsen-Zeitung auf ihrer Titelseite: „Regulatoren verteidigen Baseler Reform – Kapitalregeln konjunkturell unbedenklich“. Den Erkenntnissen der Studie zufolge würde eine Erhöhung der Eigenkapitalquoten um jeweils einen Prozentpunkt nach Abschluss der Implementierungsphase einen Rückgang des BIP-Niveaus um etwa 0,2 % bewirken. „Dies entspricht…



Deutsche Banken leisten weiter Widerstand gegen Kernkapitaldefinition und Leverage Ratio

6. Oktober 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers_faecherVor dem Hintergrund der IWF-Tagung in Istanbul diagnostiziert die Tageszeitung „Die Welt“ eine „neue Furcht der Banken vor dem Staat“.
Der „gemeinsame Feind“ der Bankenbranche haben einen Namen: Überregulierung. Im Mittelpunkt stehen hier mittlerweile die Kapitalanforderungen. Die Finanzinstitute würden das Argument einer möglichen Kreditklemme als Warnung vor überzogenen Forderungen anführen. Es zeige sich jedoch auch eine Konfliktlinie innerhalb der Bankenbranche – während DSGV-Präsident Heinrich Haasis für höhere Eigenkapitalanforderungen für systemrelevante Großbanken plädierte, lehnt der Bankenverband IIF solche Pläne ab. Auch zwischen den Ländern gebe es beim Thema Bankeneigenkapital Diskrepanzen, konstatiert die Zeitung. So stoße die Neudefinition des Kernkapitals gerade…



Baseler Pläne zu Kernkapitaldefinition und Leverage Ratio ernten Lob und Kritik

8. September 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers_crossDie vom Vorsitzenden des Lenkungsgremiums des Baseler Ausschusses, EZB-Chef Jean-Claude Trichet, angekündigten Details zur Reform der Eigenkapitalregeln für Banken stoßen in der heutigen Presseberichterstattung auf ein breites Echo.
Insbesondere die nun feststehende Ergänzung von Basel II um eine Leverage Ratio und die entsprechenden Auswirkungen auf den deutschen Bankensektor stehen dabei im Mittelpunkt. „Baseler Ausschuss verständigt sich auf schärfere Kapitalstandards“, überschreibt die Börsen-Zeitung ihren Beitrag – die FAZ merkt an: „Notenbanken wollen Bankenregeln verschärfen.“ Das Handelsblatt diagnostiziert starken Widerstand der deutschen Banken und titelt: „Kreditwirtschaft protestiert.“ „Mehr Puffer für die Banken“, sieht derweil die Frankfurter Rundschau am…



Brüssel verschiebt Einführung einer “Leverage Ratio” ins Jahr 2010

31. Juli 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers13Die EU-Kommission rudert bei der Verschärfung der Eigenkapitalregeln für Banken zurück.
Entgegen seiner jüngsten Ankündigung (vgl. RMRG vom 14.7.) sieht EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy einem Bericht der Financial Times Deutschland zufolge nun davon ab, bei der anstehenden Reform der EU-Eigenkapitalregeln für Banken (CRD) im Herbst eine feste Obergrenze für die Bilanzsumme im Verhältnis zum Eigenkapital (Leverage Ratio) vorzugeben. „Es gibt viel Widerstand von Regierungen, die keine feste Quote haben wollen“, wird ein Beteiligter aus dem Umfeld der Brüsseler Behörde von der FTD zitiert. Auch Deutschland sei bisher dagegen. So hatten sich führende Branchenvertreter, wie Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann und das Vorstandsmitglied des…



Finanzplatz lehnt Instrument einer “Leverage Ratio” kategorisch ab

13. Juli 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers_messBei der Vorstellung des aktuellen Berichts der Initiative Finanzstandort Deutschland (IFD) haben die federführenden Chefvolkswirte verschiedener deutscher Banken, effektive Maßnahmen zur Dämpfung der prozyklischen Entwicklungen des Finanzsystems eingefordert.
Aus diesem Grund plädiere die IFD dafür, die Bilanzierung zum Zeitwert nur dort zu verlangen, wo es sinnvoll sei, betonte der Chefvolkswirt der DekaBank, Ulrich Kater. Die Fair-Value-Bilanzierung sei bei langfristig ausgerichteten Positionen der Banken nicht unbedingt nötig. Auch beim Thema Basel II erwarte man eine „Weiterentwicklung“. Zuvor sollte jedoch eine Analyse der Wirkungszusammenhänge vorgenommen werden, wird Kater von der Börsen-Zeitung wiedergegeben. Die IFD verweist hierbei ausdrücklich auch auf die Systematik des „dynamic provisioning“…



Unions-Pläne zur Bankenaufsicht stoßen auf Skepsis / Weber steckt “Claims” ab

25. Juni 2009 | Von | Kategorie: Regulierung

artikelDie ersten Reaktionen der Finanzbranche auf die am Dienstag bekannt gewordenen Pläne von CDU und CSU zum Umbau der Bankenaufsicht nach der anstehenden Bundestagswahl sind skeptisch.
Verschiedene Zeitungen hatten aus dem geplanten Wahlprogramm der Union zitiert, in dem Forderungen nach einer Überarbeitung der internationalen Rechnungslegungsstandards und einer wirksameren Bankenregulierung formuliert sind. „Wir werden die Bankenaufsicht in Deutschland unter einem Dach zusammenführen“, heißt es darin. Die Börsen-Zeitung gibt Unions-Kreise wieder, wonach dabei die unabhängig bleibende Bundesbank eine Holding gründen soll, in welche die weiterhin vom Bund kontrollierte Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eingegliedert…