Beiträge zum Stichwort ‘ Hans-Werner Sinn ’

EU-Bankenunion entzweit Experten

22. Juli 2013 | Von | Kategorie: Regulierung

Basel IIIAus Sicht von Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn sind die Pläne der EU-Kommission, bei Bankenpleiten die Steuerzahler zu schonen und die Gläubiger stärker heranzuziehen, richtig.
Gleichwohl gebe es aus Sicht des Sinns zu viele Ausnahmen. Die Banken würden versuchen, ihre Gläubigerstruktur so umzuschichten, dass am Ende der Rettungsschirm ESM die Zeche zahlen muss, warnt Sinn in einem Gastbeitrag für die „Wirtschaftswoche“. Sinn analysiert folgend die von der EU vorgeschlagene Hackordnung für die Verteilung der Verluste. Erst komme naturgemäß das Eigenkapital, dann das Hybridkapital, dann andere untergeordnete Fremdkapitalarten. Das alles höre sich laut Sinn „besser an, als es ist“, denn: Erstens sind die 4,5 % in Wahrheit meistens nicht mehr als 2 % der Bilanzsumme, weil viele kritische Anlagen, so insbesondere Staatspapiere, bei der Summe der risikogewichteten Aktiva gar nicht oder nur partiell mitgezählt…



Ifo-Chef: „Basel II ist ein sehr lasches Regulierungssystem“

5. Mai 2009 | Von | Kategorie: Basel III

papers_euramsDer Chef des Münchner Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, meldet sich erneut mit seiner Analyse zu den Ursachen der Finanzmarktkrise zu Wort.
Im Interview mit dem „Euro am Sonntag“ kritisiert er zum wiederholten Male die Eigenkapitalregeln für Banken. „[...] Basel II ist ein sehr lasches Regulierungssystem, das es den Banken ermöglicht, mit einem Minimum an Eigenkapital ihr Geschäft zu machen. Da fällt man bei der leisesten Krise um oder fängt an zu zocken, weil man ja nicht viel zu verlieren hat“, so das Urteil von Sinn. Es müsse hier ein komplett neues System implementiert werden. „Selbst Basel I war besser als Basel II [...]“, vergleicht der…