Beiträge zum Stichwort ‘ HSBC ’

Bonusdeckel – Benachteiligung für europäische Banken

22. Juli 2013 | Von | Kategorie: Corporate Governance

Wegen der von der EU vorgeschriebenen Boni-Deckelung hält die Unternehmensberatung Mercer europäische Banken für benachteiligt. Die „Börsen-Zeitung“ berichtet unter Berufung auf Mercer, dass die Obergrenze für Bonuszahlungen demnach die Institute bei der Anwerbung von Mitarbeitern außerhalb ihres Heimatmarkts gegenüber Wettbewerbern aus den USA und aus Schwellenländern benachteilige. Ausführlich fasst das Blatt im Folgenden diese und [...]



Kreis der systemrelevanten Banken soll verkleinert werden / Commerzbank Streichkandidat?

9. Oktober 2012 | Von | Kategorie: Regulierung

SystemrelevanzDie Anzahl der als systemrelevant eingestuften Geldhäuser könnte diese Woche reduziert werden.
Nach Informationen der Nachrichtenagentur „Bloomberg“ könnten die morgen im Financial Stability Board (FSB) versammelten Bankenaufseher die Liste der 29 systemrelevanten Banken auf internationaler Ebene zusammenstreichen. Die Aufseher seien zu der Einsicht gekommen, dass der Zusammenbruch einiger der aufgeführten Banken keine allzu große Gefahr für die Stabilität der Weltwirtschaft mehr darstelle. Hinzu komme, dass einige Finanzkonzerne eine Restrukturierung durchgeführt hätten, teilt „Bloomberg“ mit. Den ursprünglichen Planungen zufolge sollen die Banken, die als „too big to fail“ identifiziert…



Bankenregulierung soll Bundestagswahl entscheiden

23. Juli 2012 | Von | Kategorie: Top News

papers_fnpVor dem Hintergrund der jüngsten Bankenskandale (u.a. Libor-Manipulation mit Vorwürfen auch gegen die Deutsche Bank, EnBW-Aktienrückkauf, Geldwäscheverdacht bei HSBC-Kunden) will die SPD die Bankenregulierung zum Wahlkampfthema machen.
In einem Thesenpapier stellen die Sozialdemokraten ihre Pläne vor – verbunden mit heftigen Attacken gegen die Bankenbranche. „SPD wirft Banken Erpressung, Betrug und organisierte Kriminalität vor“, so die Zusammenfassung der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Parteichef Sigmar Gabriel fordert in dem Papier ein europäisches Insolvenzrecht für Banken, „damit große Pleite-Banken auch pleitegehen können, ohne dass ganze Volkswirtschaften zusammenbrechen“. Nicht Steuerzahler oder Sparer, sondern Aktionäre und Anleihegläubiger müssten haften. Zudem plädiert Gabriel für einen „privatwirtschaftlichen…



Basel III-Wettlauf der Banken in vollem Gange / Eile kommt Zielen der Aufseher entgegen

10. November 2010 | Von | Kategorie: Top News

baselwettlaufDie Implementierungsphase für schärfere Eigenkapitalregeln ist lang gestreckt – dennoch wirkt Basel III schon als Maßstab bei der Bewertung der Stärke von Banken.
Die Institute kommen diesen Anforderungen bei ihrer Außenkommunikation bereits nach – selbst absehbare nationale Sonderregelungen bei der Umsetzung, die die Kriterien der Investoren weiter nach oben schrauben könnten, sind im Bewusstsein der Marktakteure bereits präsent. So weist auch Patrick Raaflaub, Chef der Schweizer Finanzaufsicht Finma, im Interview mit dem „Tagesspiegel“ überzogene Einwände zurück, wonach nationale Sonderregeln für Banken zu Wettbewerbsverzerrungen führen könnten. Zwar sei auch die Schweiz bemüht, solche Effekte zu vermeiden – dennoch: „Unser…



„Letztlich waren die Stresstests viel Lärm um nichts…“

24. August 2010 | Von | Kategorie: Top News

stresstestsDas Handelsblatt und das „Wall Street Journal Europe“ widmen dem jüngsten EU-Bankenstresstest eine ausführliche Nachbetrachtung und kommen dabei zu dem Schluss, dass sich die in die Veröffentlichung der Test-Ergebnisse gesetzten Hoffnungen nicht erfüllt haben.
„Beruhigungspille ohne Wirkung“, daher die in ernüchterndem Ton formulierte Überschrift des Handelsblatt. „Unter dem Strich haben die Stresstests den Banken die Refinanzierung nicht erleichtert“, meint Ralf Burmeister, Leiter des Bankenanleihen-Researchs bei der LBBW: „Letztlich waren die Stresstests viel Lärm um nichts.“ So habe sich in Sachen Refinanzierungskonditionen nichts zum Positiven verändert – die CDS-Risikoprämien der Institute seien weiter auf hohem Stand. Weiterer Beleg für die Zeitung: „Kurz vor und nach der Veröffentlichung der Ergebnisse hatten sich zwar einige große Institute an den Markt gewagt, seither herrscht aber wieder…



Regulierung: Ackermann und Green sorgen sich um Bankenrentabilität

14. Juli 2010 | Von | Kategorie: Top News

papers2Die Chefs europäischer Großbanken sehen die bislang glänzenden Zahlenwerke ihre Institute durch neue Regularien gefährdet.
Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann hat sich im Rahmen einer Rede in Südkorea skeptisch zur Entwicklung der Rentabilität in der Finanzbranche geäußert. Grund ist die aus seiner Sicht übermäßige Regulierung und ein Mangel an internationaler Abstimmung der Regularien. „Die kombinierte Folge all dieser Veränderungen wird ein globales Finanzsystem sein, das stärker reguliert, weniger international und weniger rentabel ist“, wird Ackermann in der Börsen-Zeitung zitiert. Dennoch gab der Bankchef seiner Hoffnung Ausdruck, dass das System durch die Regulierung auch stabiler und noch immer offen sowie flexibel genug sein wird, um Banken zu erlauben, die Bedürfnisse ihrer…



Zeitliche Verschiebung neuer EU-Eigenkapitalregeln für Banken immer wahrscheinlicher

30. April 2010 | Von | Kategorie: Top News

basel3Nach Einschätzung der Wirtschaftspresse zeigt der Druck der Bankenbranche in Sachen Eigenkapitalregeln Wirkung – zumindest auf europäischer Ebene.
In Anlehnung an die aktuelle Kritik von Bundespräsident Horst Köhler an den Finanzmärkten, kritisiert das Handelsblatt die schleppende europäische Entscheidungsfindung bei der Regulierung: „Das zeigt einmal mehr der Kampf um schärfere Eigenkapitalregeln für Banken.“ Nach Aussage der EU-Kommission werden diese wohl später als vorgesehen in Kraft treten: Statt zu Beginn des nächsten Jahres erst im Laufe des Jahres 2012. Grund seien wettbewerbsrechtliche Bedenken. „Führen wir die schärferen Regeln vor den Amerikanern ein, entstehen den europäischen Banken offensichtlich Nachteile“, wird die Sprecherin von…



Basel II-Verschärfung: Banken greifen nach Eigenkapital

6. Oktober 2009 | Von | Kategorie: Basel III

papers8Die „Neue Zürcher Zeitung“ verweist auf eine aktuelle Studie von JP Morgan, wonach die europäischen Banken in den kommenden sechs Monaten – „angestoßen durch das Basel II-Abkommen“ – sich bis zu 78 Mrd. Dollar Kapital beschaffen werden.
Etwa die Hälfte dieses Geldes, nämlich 38 Mrd., dürfte dazu dienen, Staatshilfen zurückzuzahlen. Die restlichen 40 Mrd. Dollar dürften zur Stärkung der Eigenkapitaldecke verwendet werden. HSBC, UBS und die Credit Suisse sind laut Studie die europäischen Banken mit dem meisten überschüssigen Kapital. Auch die „Frankfurter Rundschau“ konstatierte in ihrer gestrigen Ausgabe, dass die Banken dabei seien, nach Eigenkapital „zu greifen“. Die Institute geben dazu neue Aktien und Anleihen aus. Auch die FR sieht die Motivation in den jüngsten Beschlüssen…



Zurück zum reinen Eigenkapital – Banken kaufen Hybridanleihen zurück

14. April 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers8Aufgrund der Tatsache, dass die Bedeutung des reinen Eigenkapitals der Banken mehr und mehr zunimmt, gehen die Institute nach Bericht des Handelsblatt dazu über, ihre ausgegebenen Hybridkapital-Anleihen wieder zurückzukaufen.
Das Blatt erklärt: „Das Hybridkapital von Banken [...] wird am Markt mit zum Teil hohen Abschlägen gehandelt. Die Angst ist groß, dass bei einer eventuellen nächsten Runde der Bankrettungen die Hybridkapitalgeber stärker als bisher Verluste der Banken übernehmen müssen.“ Ein Großteil dieser Anleihen würden nicht dem Tier-1-Eigenkapital zugerechnet. Für diese Fälle sei der Bilanzeffekt bei einem Rückkauf am klarsten: „Die Bank stärkt ihre Tier-1-Quote und macht…



IRBA-Attestierung für HBOS: Ein „außerordentlicher Fehler“

9. März 2009 | Von | Kategorie: Basel III

papers2Das britische Blatt „Sunday Herald“ kritisiert die Entscheidung der Finanzaufsichtsbehörde FSA, der Bankengruppe HBOS nur wenige Monate vor ihrer endgültigen massiven Schieflage, die Anwendung des fortgeschrittenen IRB-Ansatzes von Basel II zu genehmigen.
Nur zwei britische Banken – HBOS und die deutlich stabiler aufgestellte Barclays – hätten zum Jahresanfang 2008 damit die gleichen Möglichkeiten zur internen Risikomodellierung und -überwachung erhalten. Aus Sicht der Zeitung im Falle von HBOS absolut unverständlich und verantwortungslos. Noch im April vergangenen Jahres habe der HBOS-Finanzdirektor Mike Ellis auf Basis von Basel II die vermeintlich gute Positionierung der Bank und deren gesicherte Risikoexposition beschrieben. Erst nach und nach wurde dann die riskante Geschäftspolitik sichtbar und ziehe nun auch Lloyds TSB mit in den Abgrund…