Beiträge zum Stichwort ‘ Karl-Heinz Boos ’

Basel III zum „Sankt-Nimmerleins-Tag“?

17. August 2010 | Von | Kategorie: Top News

papers3Die strittige finale Regelfestlegung beim Basel III-Akkord steht weiter im Fokus der Wirtschaftspresse.
„Deutschland gegen alle“, so die Überschrift des Tagesspiegels zur derzeitigen Verhandlungssituation im federführenden Baseler Ausschuss. Die Zeitung beruft dabei auch auf die jüngsten Informationen der Nachrichtenagentur Reuters, wonach eine Mehrheit der Länder im Gremium eine harte Kernkapitalquote von sechs bis acht Prozent befürworte (vgl. RMRG vom 13.8.). „Für die deutschen Banken würde das bedeuten, dass sie Milliarden frisches Kapital aufnehmen müssen – oder aber ihre Kreditvergabe einschränken“, heißt es. Bislang müsse das Kernkapital vier Prozent der gesammelten Risikoposten betragen. Zum Kernkapital hinzu komme das Ergänzungskapital. „Es haftet nur, wenn die Bank liquidiert wird. Gemeinsam bilden sie das Eigenkapital.“ Diese Quote müsse acht Prozent betragen…



Bankenbranche macht gegen Basel II-Reform mobil

4. Dezember 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers5Die nächste Woche anstehende Sitzung des Baseler Ausschusses und die dabei erwarteten Beschlüsse zur Neugestaltung der Eigenkapitalregeln für Banken stehen im Mittelpunkt der heutigen Presseberichterstattung.
Insbesondere die Sorgen der deutschen Bankenbranche werden dabei thematisiert. „Banger Blick nach Basel“, überschreibt die FAZ ihren Beitrag, während die FTD zuspitzend formuliert: „Banken fordern Regierung zum Widerstand auf.“ Das Handelsblatt macht die Diskussion um die Modifizierung der Basel II-Kernkapitaldefinition zum Thema des Tages und titelt: „Deutsche Banken schlagen Alarm.“ Das Blatt verweist auf einen „Brandbrief“ der Spitzenverbände der deutschen Finanzinstitute an Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, in dem vor einer massiven Benachteiligung der hiesigen Banken infolge der Basel II-Reform gewarnt wird. „Wir bitten Sie eindringlich [...], dass die…



Bundesbankpräsident mit zurückhaltenden Tönen zum Umbau der Bankenaufsicht

16. November 2009 | Von | Kategorie: Top News

aufsichtkurveBundesbankpräsident Axel Weber hat zum Auftakt der Euro Finance Week in Frankfurt die internationalen Bemühungen um eine Neuregulierung des Finanzsektors begrüßt.
“Mit der angestrebten Harmonisierung verliert nämlich der regulatorische Rahmen als Wettbewerbsfaktor deutlich an Gewicht, und die Gefahr verringert sich, dass einzelne Länder die Systemstabilität gefährden, indem durch laxe Vorschriften Regulierungsarbitrage ermöglicht wird”, so sein hoffnungsvoller Ausblick. Aus seiner Sicht könne somit der Wettbewerb zwischen den Finanzstandorten auf ein “stabilitätsförderndes Level-Playing-Field” erhoben werden. Weber verdeutlichte in diesem Zusammenhang aber erneut die deutschen Einwände gegen bestimmte Aspekte der auf dem G20-Gipfel in Pittsburgh verabschiedeten…



Bankenverbände: Gemeinsam gegen eine Leverage Ratio

1. September 2009 | Von | Kategorie: Regulierung

papers5Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Öffentlicher Banken (VÖB), Karl-Heinz Boos, hat gegenüber dem Handelsblatt erneut vor der Einführung einer „Leverage Ratio“ und einer Neudefinition des Kernkapitals der Banken gewarnt.
Diese beide Punkte seien auch Diskussionsgegenstand des anstehenden G20-Gipfels in Pittsburgh, merkt das Blatt dazu an. Auch seitens der privaten Banken gebe es Widerstand gegen solche Pläne. „Wir lehnen nicht sensitive Regulierungsnormen wie zum Beispiel die Leverage Ratio ab“, werden Aussagen des Bundesverbands deutscher Banken (BdB) wiedergegeben. Boos moniert, dass eine Leverage Ratio alle Bilanzaktiva gleich behandeln würde und nicht risikosensitiv ausgerichtet sei…



Geplante Kernkapitaldefinition bringt öffentliche Banken auf die Barrikaden

28. August 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers1Der Bundesverband Öffentlicher Banken (VÖB) warnt vor negativen Konsequenzen einer weiteren Verschärfung der Eigenkapitalregeln für Banken.
Insbesondere eine beim Baseler Ausschuss derzeit in Bearbeitung befindliche Vorlage, die Verlautbarungen zufolge eine weitgehende Begrenzung des Eigenkapitalbegriffs beinhaltet, stößt beim VÖB auf wenig Gegenliebe. „Konkret soll der Korb der anerkennungsfähigen Kernkapitalinstrumente auf das so genannte ‚common equity’, also stimmberechtigtes, gezeichnetes Kapital und offene Rücklagen, reduziert werden. Weiter steht eine deutliche Ausweitung der regulatorischen Abzugspositionen im Raum, die das Kernkapital mindern“, umreisst die Börsen-Zeitung die anvisierten Änderungen. Das hätte zur…