Beiträge zum Stichwort ‘ Länderrisiko ’

Regulierung “light” für Ratingagenturen in Europa

29. November 2012 | Von | Kategorie: Regulierung

Die Regulierung der Ratingagenturen durch die Europäische Union stößt in der Wirtschaftspresse einhellig auf kritische Bewertungen.
Der nach Verhandlungen mit EU-Mitgliedsstaaten und dem Europaparlament verabschiedete Kompromiss habe die ursprünglichen Forderungen von EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier stark verwässert, heißt es unisono. Die „Financial Times Deutschland“ konstatiert: „Kleiner Klaps für Ratingagenturen“ – und das „Handelsblatt“ schlussfolgert: „Bonitätsprüfer verteidigen ihr Geschäftsmodell.“ Neutraler titelt die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und stellt dabei schon eine der Festlegungen vor: „Ratingagenturen haften künftig für grob fahrlässige Fehleinschätzungen.“ Die Beweislast im Rahmen…



Apobank mit sorgenvollem Blick auf Länderrisiko

31. August 2012 | Von | Kategorie: Riskmanagement

apobankIm Zuge ihrer Veröffentlichung der Halbjahreszahlen hat sich die genossenschaftliche Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) ausführlich zur eigenen Risikolage geäußert.
Aus dem Risikobericht des Instituts geht hervor, dass dabei insbesondere das Länderrisiko ganz oben auf der Beobachtungsliste steht. Vor dem Hintergrund der Staatsschuldenkrise sind dabei die Expositionen gegenüber europäischen Ländern von herausgehobener Bedeutung. „Aus den Altbeständen bestand zum Ende des ersten Halbjahres 2012 noch ein wesentliches direktes Länderrisiko mit Bezug zu den in Europa im Fokus stehenden Staaten gegenüber Italien, zum überwiegenden Teil in Form von Credit-Default-Swaps (CDS)“, heißt es in dem Bericht verklausuliert. Weiter teilt die Bank mit: „Indirekte Länderrisiken in den im Fokus stehenden Staaten…



Staatsanleihe-Risiken deutscher Banken im Fokus

28. Juli 2010 | Von | Kategorie: Riskmanagement

staatsanleihenrisikoIm Rahmen der Stresstests haben die deutschen Banken ihre Staatsanleihenengagements veröffentlicht – wenn auch teilweise erst im Nachlauf der Ergebnis-Publikation.
Dabei hat sich herausgestellt, dass die DZ Bank zu den größten Gläubigern der gebeutelten PIGS-Staaten (Portugal, Irland, Griechenland und Spanien) gehört, merkt die Börsen-Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe an. Bereinigt um Absicherungsgeschäfte bezifferte das genossenschaftliche Spitzeninstitut das Engagement auf 8 Mrd. Euro. Andere deutsche Privatbanken sind deutlich weniger in den Schuldenländern aktiv. So teilte die Deutsche Bank gestern mit, dass man in Portugal, Irland, Griechenland und Spanien – nach Absicherung – Positionen im Volumen von rund 2 Mrd. Euro habe. In Italien – ein Land, das bislang lediglich als gefährdet gilt – haben die Positionen unter dem Strich einen Umfang…



Griechenland-Rating: SolvV hebelt Basel II aus

17. Juni 2010 | Von | Kategorie: Basel III

basel2Die deutschen Banken müssen infolge des Downgrades für Griechenland auf einen so genannten „Ramsch-Status“ nicht mit negativen Folgen rechnen, berichtet die Financial Times Deutschland.
Zwar sehe Basel II bei der Ratingherabstufung von Staaten die Erhöhung der Risikogewichtung und damit eine höhere Eigenkapitalunterlegung vor, jedoch werde diese Regel für Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) durch die Solvabilitätsverordnung (SolvV) außer Kraft gesetzt. Für alle EWR-Staaten gelte nach Paragraf 26 SolvV das Risikogewicht „null“. Ohne diese Regelung, müssten beispielsweise Griechenland-Anleihen nach der jüngsten Ratingabstufung durch S&P und Moody’s vollständig mit acht Prozent Eigenkapital unterlegt…