Beiträge zum Stichwort ‘ Liquiditätsrisiko ’

Liquiditätsrisiko muss stärker in den Fokus genommen werden

13. November 2009 | Von | Kategorie: Riskmanagement

risiko2„Die Kardinalfrage: Welche Risiken können wir uns leisten?“, titelt der „Platow Brief“ über einem Beitrag, der die Ergebnisse der 4. Risikomanagement-Tagung von Union Investment beleuchtet.
Nach Ansicht des Risiko-Experten von der Uni Basel, Henner Schierenbeck, bedürfe es zur Beantwortung dieser Frage auch der Berücksichtigung des Liquiditätsrisikos, das im Extremfall zur Marktilliquidität führen könne. Die angemessene Erfassung von Liquiditätsrisiken sei entscheidend für das gesamte Risikomanagement und letztendlich auch für die Bilanzierung. Der Experte nahm hier Bezug auf die international kontrovers geführte Debatte über Bewertungen. Zu den größten Problemen und Meinungsdiskrepanzen komme es in Extremsituationen. „So geben Kritiker dem Fair Value-Ansatz im Rahmen von IFRS und US-GAAP…



Experten nehmen Liquiditätsrisiko in den Fokus

9. Oktober 2009 | Von | Kategorie: Riskmanagement

Gerade im Zuge der Finanzmarktkrise ist das Thema Liquiditätsrisiko wieder verstärkt ins Blickfeld der Regulierer geraten. Die Bundesbank hat aktuell ein Diskussionspapier der Experten Falko Fecht und Michael Wedow veröffentlicht, dass versucht den Erklärungsgehalt konträrer Sichtweisen zur Regulierung von Liquiditätsrisiken empirisch abzuwägen. „Eine der wesentlichen Stossrichtungen der Literatur zeigt beispielsweise, dass Bankenkrisen vor allem durch [...]



BIZ-Generaldirektor sieht kein „Basel III“ am Horizont / Leverage Ratio als unterstützendes Instrument

21. September 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers_ftDie Financial Times setzt in ihrer heutigen Ausgabe einen thematischen Schwerpunkt auf die Debatte um die Neugestaltung der Eigenkapitalregeln für Banken.
Es stelle sich dabei die Frage, ob Basel II „ad acta“ gelegt und durch einen dritten Eigenkapitalakkord ersetzt werden sollte. Nach Ansicht des General Managers der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), Jaime Caruana, ist dieser radikale Schnitt nicht angebracht. „We have seen that models are more imperfect than we thought. [We are looking at] just an improvement of Basel II“, wird Caruana zitiert. Durch die Arbeiten des bei der BIZ angesiedelten Baseler Ausschusses werde sich Basel II vielmehr weiterentwickeln. Der BIZ-Generaldirektor betonte in diesem Zusammenhang, dass die Eigenkapitalregeln nicht als eine der Ursachen der Finanzmarktkrise…



Neue MaRisk mit Fokus auf Stresstesting, Liquiditätsrisiko und Risikokonzentrationen

17. August 2009 | Von | Kategorie: Top News

risikomanagementDie von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) am Freitag veröffentlichte Neufassung der MaRisk steht im Mittelpunkt der Berichterstattung der Wirtschaftspresse.
Der Fokus liegt dabei in erster Linie auf den vorgeschriebenen Änderungen bei den Vergütungssystemen. Die entsprechende Kommentierung der führenden Publikationen ist dabei neutral bis positiv. „Aufseher gehen Boni und Risiken an“, überschreibt die Financial Times Deutschland ihren Beitrag und weist darauf hin, dass die Regeln auch weiter nur im Rahmen von routinemäßigen Prüfungen überwacht werden. „BaFin nimmt Risikomanagement ins Visier“, so das Fazit der Börsen-Zeitung, während das Handelsblatt in den Änderungen eine „simple, strenge Linie“ erkennt. Es sei nun jedoch entscheidend, dass die BaFin auch die Möglichkeit bekomme, die…



HSH und HRE: “Problematisches Risikomanagement” und die “Frage der Hygiene”

10. August 2009 | Von | Kategorie: Riskmanagement

papers12Die Risikosteuerung der HSH Nordbank und der Hypo Real Estate steht weiter im Fokus der Presseberichterstattung.
Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat jetzt ihre Ermittlungen bei der HSH Nordbank ausgeweitet. Wie Oberstaatsanwalt Wilhelm Möllers gegenüber der „Bild“-Zeitung sagte, wurde eine zehnköpfige Sonderermittlungsgruppe aus zwei Staatsanwälten und acht Wirtschaftskriminalisten des Landeskriminalamtes eingesetzt. Es gebe Anhaltspunkte für „ein problematisches Risikomanagement und Hinweise auf besonders verlustreiche Investmentgeschäfte“, so Möllers Aussage. Zu diesen Erkenntnissen sei die Anklagebehörde nach Durchsicht von rund 6000 Seiten Prüfberichten gekommen, darunter ein von der Bank geheim gehaltener Bericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG über…



Neue Herausforderungen für das Risikomanagement der Finanzbranche

8. Juli 2009 | Von | Kategorie: Riskmanagement

risikomanagementDas Risikomanagement der Finanzbranche muss sich neben dem traditionellen Risikokatalog auf weitere Herausforderungen einrichten.
Das ist das Ergebnis der aktuellen Auflage des „Global Risk Management Survey“. Die Unternehmensberatung Deloitte befragte dafür 111 internationale Finanzunternehmen. Zu den neuen Problemstellungen gehören demnach Reputationsrisiken für Unternehmen, die Schaffung eines unternehmensübergreifenden Risikobewusstseins, die Implementierung eines leistungsfähigen Enterprise Risk Managements (ERM) sowie eine adäquate technische Ausstattung. „Weitere kritische Punkte sind, insbesondere mit Hinblick auf Basel II, eine transparente Risikostrategie sowie Compliance gemäß regulatorischen…



Ackermann formuliert Agenda zur Finanzmarktregulierung

24. Juni 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers15In einem Gastbeitrag für die heutige Ausgabe der „Neuen Zürcher Zeitung“ versucht Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann Ansatzpunkte aufzuzeigen, die beim Wiederaufbau des internationalen Finanzsystems adressiert werden müssen.
„Für ihn ist eines eindeutig: International integrierte Finanzmärkte lassen sich mit nationalen Aufsichtsstrukturen nicht vereinbaren“, fasst die NZZ zusammen. Der Bankchef plädiert dabei für eine ganzheitliche Herangehensweise, die auch den Rückgriff auf bewährte Mechanismen beinhalten sollte. Demnach sollten die Grundsätze der Finanzmarktregulierung bewahrt werden. „Dazu zählen die weltweite Angleichung der Finanzmarktregulierung, der Grundsatz einer evidenzbasierten Regulierung und der Grundsatz eines prinzipienbasierten Regulierungsansatzes“, erklärt Ackermann. Eine Rückkehr zu einer vereinfachten…



Die Schweiz als Regulierungsspitzenreiter / “too big to fail”-Dilemma muss adressiert werden

23. Juni 2009 | Von | Kategorie: Top News

aufsichtkurveDie Schweiz ist bei ihren Bemühungen um eine neue Regulierung des Bankensektors international führend.
Als eines der ersten Länder hat sie die Eingekapitalregeln für Großbanken drastisch verschärft. So muss das risikogewichtete Eigenkapital von UBS und Credit Suisse die internationalen Mindestanforderungen nach Basel II um das Doppelte übertreffen. Darüber hinaus werden den zwei Banken auch feste Grenzen beim Verschuldungsgrad (Leverage Ratio) gesetzt. Dabei muss ihr ungewichtetes Eigenkapital grundsätzlich deutlich mehr als 3 Prozent der Konzern-Bilanzsumme betragen. Ausnahmen davon werden nur in wirtschaftlich schlechten Zeiten toleriert. „Eine vergleichbare Vorschrift besteht einzig für US-Geschäftsbanken“, analysiert der „Tages-Anzeiger“. Ergänzt werde das neue Kapitalregime…



Geplante Verschärfung der Eigenkapitalregeln für Banken nimmt Gestalt an

10. Juni 2009 | Von | Kategorie: Top News

handDie Financial Times Deutschland berichtet aktuell aus einem ihr vorliegenden Gesetzentwurf der EU-Kommission, wonach die Eigenkapitalregeln für Banken auf europäischer Ebene nochmals verschärft werden sollen.
Die Neuregelung werde „die Eigenkapitalanforderungen in den Handelsbüchern der Banken im Vergleich zur aktuellen Situation in etwa verdoppeln“, zitiert das Blatt aus der Vorlage. Zudem ist vorgesehen, dass die Finanzinstitute für hochkomplexe Finanzprodukte, die mit Verbriefungen unterlegt sind, mehr Eigenkapital vorhalten müssen als für reguläre Verbriefungen mit Kreditforderungen. „Die hochkomplexen Produkte sollen von den Banken zudem vor deren Kauf gesondert geprüft werden“, merkt die FTD an. In ihrem Gesetzentwurf adressiert…



Britische Finanzaufsicht legt detaillierten Plan zur Neuregulierung vor

19. März 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers2Die britische Financial Services Authority (FSA) hat ihre Philosophie offenbar grundlegend geändert. Anlässlich der Publikation eines detaillierten Berichts zur Zukunft der Finanzmarktregulierung betonte Adair Turner, Chairman der FSA, dass die Marktdisziplin häufig nicht wirksam sei und viele Finanzinnovationen nur einen minimalen sozialen Wert hätten.
Die FSA zielt nun darauf ab, dass das Banksystem mittelfristig mit mehr Risikokapital operieren muss. Auch in der Aufsicht über die Liquidität seien fundamentale Änderungen nötig. Ferner ist geplant, dass das Kapital im Eigenhandel der Banken verdreifacht wird. Das nehme Risiko aus dem Banking – aber auch Rendite. Die FSA will das Banking insgesamt antizyklischer gestalten – mit dem Aufbau von Kapitalpolstern nach dem System des…