Beiträge zum Stichwort ‘ Martin Blessing ’

Streitthema Basel III könnte transatlantischen Bankenkrieg entfachen

27. November 2012 | Von | Kategorie: Top News

Basel IIIDie Verschiebung der Einführung der Basel III-Eigenkapitalregeln für Banken in den USA auf einen unbestimmten Zeitpunkt veranlasst die deutschen Finanzinstitute und Aufseher zu lautstarkem Protest und Sanktionsdrohungen gegen US-Geldhäuser.
Im Rahmen des „European Banking Congress“ verdeutlichte die hiesige Kreditwirtschaft in ungewohnt klarem Ton, dass sie einen erneuten Sonderweg der US-Finanzbranche bei den Eigenkapitalvorgaben nicht akzeptieren will. Bereits das Vorgängerregelwerk Basel II wurde in den USA nicht ungesetzt – nun scheint auch ein Ausscheren bei Basel III möglich, nachdem der Vizechef der US-Einlagensicherung FDIC, Thomas Hoenig, eine vollständige Abkehr von Basel III angeregt hatte. Die FDIC hatte neben der Notenbank Fed und dem Office of the Comptroller of the Currency (OCC) die…



Aufsichtsstreit: Privatbanken halten die Reihen geschlossen

6. September 2012 | Von | Kategorie: Regulierung

Im Streit der deutschen Kreditwirtschaft um eine Bankenaufsicht in Europa vertreten die wichtigsten Akteure der Privatbanken eine klare gemeinsame Position. Nachdem Deutsche-Bank-Co-Chef Jürgen Fitschen am Dienstag auf der „Handelsblatt“-Konferenz „Banken im Umbruch“ für eine gemeinsame europäische Bankenaufsicht unter dem Dach der Europäischen Zentralbank (EZB) geworben hatte (vgl. RMRG vom 5.9.), hat Commerzbank-Chef Martin Blessing diese [...]



Ist Basel III nur eine „Thesaurierungs-Story“?

17. November 2010 | Von | Kategorie: Top News

papers1Zum Auftakt der „Euro Finance Week“ stand das Thema Finanzmarktregulierung klar im Vordergrund.
So äußerten sich verschiedene hochrangige Branchenvertreter zu den Effekten schärferer Eigenkapital- und Liquiditätsvorgaben für die Finanzinstitute. So warnte Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann zum wiederholten Male vor unerwünschten Auswirkungen der Regularien. „Es ist klar, wenn man Basel 2.5 und Basel III umsetzt und optimieren will, dann bekommt man ein Geschäftsmodell, das vielleicht nicht ganz dem in der Realwirtschaft Erforderlichen entspricht“, so seine verklausulierte Warnung vor Kreditengpässen. „Man müsse vorsichtig sein, dass man nicht über die Kapitalvorgaben ein Geschäftsmodell als optimal erzwinge“, fasst die Börsen-Zeitung die Aussagen zusammen. Auch Wolfgang Kirsch, Chef der DZ Bank, plädierte dafür „vernünftige Geschäftsmodelle“ nicht…



Kritik an dramatischem Regulierungs-Appell der Banken

26. Oktober 2010 | Von | Kategorie: Top News

papers13Mit Basel III haben sich die Banken offenbar abgefunden – nun richten die Banken ihre Regulierungskritik neu aus. Dabei versucht man jegliche nationale Sonderwege abseits der internationalen Regulierungsagenda zu verhindern.
In einer dramatisch formulierten Erklärung warnte der Bundesverband deutscher Banken (BdB) gestern vor einer Benachteiligung infolge unkoordinierter und überzogener Regulierung. Wortwörtlich heißt es: „Über die internationalen Eigenkapitalanforderungen hinaus belasten die Bankenabgabe, die neuen Finanzierungsanforderungen der Einlagensicherung und die geplante Finanzaktivitätssteuer die deutschen Banken. Die Bonusregelungen erschweren die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Banken zusätzlich erheblich. Fazit: Wir sind durch die nationale Gesetzgebung international nicht mehr konkurrenzfähig. Im Gegenteil, wir sind massiv…



Baseler Reformvorschläge und das „Triumphgeheul“ deutscher Regulatoren

2. März 2010 | Von | Kategorie: Top News

papers_faecherNach Meinung der Tageszeitung „Die Welt“ wird in Sachen Neuregulierung der Banken viel geredet, jedoch kaum gehandelt, weil nach wie vor Eigeninteressen dominieren.
Auch die deutschen Regulatoren würden sich dabei nicht mit Ruhm bekleckern: Unter der schwarz-roten Regierungskoalition seien noch „besonders strenge Konsequenzen für die Banker“ eingefordert worden – doch inzwischen hätten die deutschen Vertreter in internationalen Regulierungsgremien „eher eine Bremser-Rolle übernommen“. Beispielhaft seien hier die „triumphalen“ Äußerungen zum Konsultationspapier des Baseler Ausschusses für die Reform der Eigenkapitalregeln gewesen, die die Freude über „schwammige Formulierungen“ verdeutlicht haben. „Wir haben alle vorzeitigen Festlegungen vermieden”, habe es geheißen…



Keine Einigkeit der Banken in der Regulierungsdebatte

3. Februar 2010 | Von | Kategorie: Top News

fingerprintsTrotz immer neuer Regelvorschläge von Politik und Regulatoren gelingt es den Banken nicht, sich auf eine einheitliche Position für die anstehenden Konsultationen zu verständigen.
Vor dem Hintergrund der Diskussionen auf dem Davoser Weltwirtschaftsgipfel erkennt die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ einen Streit um die Ausrichtung der künftigen Bankenregulierung zwischen dem Vorstandsvorsitzenden der Commerzbank, Martin Blessing, und Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann. Eine Verständigung in der „anstehenden Regulierungsschlacht“ erscheine derzeit unwahrscheinlich. „Die Interessen sind zu gegensätzlich. Da ist ein tiefer Riss“, kommentiert ein ungenannt bleibender Banker. Die „Gefechtslinie“ verlaufe zwischen den Instituten mit großer Investmentbanking-Sparte (u.a. Goldman Sachs, Deutsche Bank) und den restlichen Banken (genannt werden Commerzbank, Unicredit). Während…



Bankenregulierung: Aufsicht und Finanzinstitute verdeutlichen ihre Positionen

14. Oktober 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers13BaFin-Präsident Jochen Sanio hat im Rahmen des 63. Deutschen Betriebswirtschafter-Tags verdeutlicht, dass er sich für eine Anerkennung stiller Einlagen als Kernkapital für Banken einsetzen werde.
Eine Neudefinition der Kernkapitalquote im Regelwerk von Basel II, die nur Stammaktien mit Stimmrechten gelten lasse, sei „aus deutscher Sicht unerwünscht, ja inakzeptabel“, erklärte er. „Die deutschen stillen Einlagen würden dabei über die Klinge springen. Das können wir nicht hinnehmen.“ Es werde jedoch international immer schwieriger, derartige deutsche Spezialitäten durchzusetzen. „Wir werden künftig noch häufiger kämpfen müssen.“ Dennoch müsse die problematische Kernkapitaldefinition bei der Überarbeitung von Basel II adressiert werden…



“Gigantischer Bilanzierungstrick” und “Antiklimax” – Experten kritisieren deutsches “Bad Bank”-Konstrukt

18. Mai 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers7Das vergangene Woche von der Bundesregierung beschlossene Modell zur Entsorgung toxischer Wertpapiere in so genannte “Bad Banks” stößt nach genauerer Detail-Analyse auf die Kritik von Experten und Kommentatoren.
In seiner Kolumne für die heutige “Financial Times” erkennt der Finanzexperte Wolfgang Münchau in dem Plan der Regierung einen “gigantischen Bilanzierungstrick”, der die deutschen Banken letztendlich nicht entlasten könne. Die Regelungen könnten aufgrund der steuerzahlerfreundlichen Gebührenstruktur die Rekapitalisierung der Institute behindern. Zwar garantiere der Staat für die problematischen Assets, doch die Banken seien an den Verlusten einer etwaigen Veräußerung beteiligt und müssten…